Presseberichte
BZ vom 25.11.2025 von Franz Kaiser
Mit einer Wanderung vom Roten Kreuz zum Hochkopf beschloss der Schwarzwaldverein Bernau sein Jahresprogramm. Vorsitzender Peter Schlachter begrüßte knapp 20 Teilnehmer. In der Rot-Kreuz-Hütte stellte Wanderwartin Waltraud Warkus die Jahresstatistik vor. Es fanden 34 Wanderungen mit 307 Kilometern statt. 370 Teilnehmer sind mitgewandert. Neun der geplanten Touren fielen dem schlechten Wetter zum Opfer. Die meisten Teilnahmen mit 25 verzeichnet wie in den Vorjahren Heide Gulich. Es folgen Ulla Haselwander (22), Willi Glück und Martin Thoma (je 20) sowie Waltraud Ebner-Glück (19). Parallel dazu fanden 21 Seniorentouren mit 163 Teilnehmern statt, die von Heide Hornung und stellvertretend von Manfred Wocker geleitet wurden. Als Wanderführer hatten sich Irmgard Baur, Helga Günther, Sybille Ückert, Liane Schmidt, Kerstin Köpfer, Willi Glück, Peter Schlachter, Franz Kaiser, Michael Vatter, Helmut Maier, Alexander Schönemann, Martin Thoma und Rolf Schmidt zur Verfügung gestellt. Auch über den Winter sollen bei geeigneten Bedingungen weitere Wanderungen stattfinden.
BZ vom 01.09.2025 von Susanne Filz
Neu ausgeschilderter Naturpfad führt zum Herzogenhorn
Mit einer Rundtour ist am Freitag der neu ausgeschilderte Naturpfad Herzogenhorn eröffnet worden. Unterwegs bieten sich spektakuläre Ausblicke. Wer die Tour machen will, sollte trittsicher sein.
Die erste Infotafel steht etwa 100 Meter unterhalb des Wanderparkplatzes Krunkelbachhütte. Sie ist der Ausgangspunkt der Wanderung. Dort hatten sich am Freitagmorgen vor dem Start die Hauptpersonen des Beschilderungsprojekts zu einigen Ansprachen versammelt. Der Schwarzwaldverein Bernau war mit Helga Günther, Naturschutzwartin und Initiatorin des Projekts, sowie mit den Vorstandsmitgliedern Manfred Franz und Franz Kaiser vertreten. Vor Ort waren auch der Präsident des Schwarzwaldvereins, Meinrad Joos, Angelika Schwarz-Marstaller als Vertreterin des Biosphärengebiets, Bernaus Bürgermeister Alexander Schönemann und der Biologe Peter Lutz aus Freiburg, langjähriger und nun pensionierter Referent für Naturschutz des Hauptvereins. Er wies darauf hin, dass das Herzogenhorn schon vor 50 Jahren als eine vom Massentourismus unberührte Region gegolten habe und dass dies jetzt immer noch zutreffe.
Die ersten Infotafeln hatten über die Jahre stark gelitten.
15 Infotafeln erklären auf dem 5,6 Kilometer langen Rundweg die besondere Natur, Topografie, Bewirtschaftung und die Historie des Herzogenhorn-Gebiets. Der Rundweg selbst sei bereits 1975 auf Betreiben des damaligen Forstamtmanns Emil Mutterer als Naturlehrpfad angelegt und ausgeschildert worden, berichtete Bürgermeister Alexander Schönemann. Die damaligen Infotafeln hätten allerdings über die Jahrzehnte stark gelitten, seien kaum noch leserlich gewesen und aus diesem Grund 2023 abgebaut worden.
Der Schwarzwaldverein Bernau hatte seitdem eine neue Ausschilderung angestrebt und dafür den Hauptverein, das Haus der Natur und das Biosphärengebiet Südschwarzwald ins Boot geholt. Wie Angelika Schwarz-Marstaller berichtete, sei die Beschilderung von der Biosphäre mit 8300 Euro gefördert worden. Als Gegenleistung habe sich der Schwarzwaldverein Bernau dazu verpflichtet, den Pfad mit Blick auf eventuelle Beschädigungen zu betreuen, erläuterte Franz Kaiser im Gespräch mit der BZ. Zur Kostenminimierung habe auch der Bauhof beigetragen. Bauhofmitarbeiter hätten unter anderem für die Aufstellung der Schilder an den Standorten gesorgt, was in dem steilen und steinigen Gelände viele Arbeitsstunden bedeutet habe.
Etliche Bänke laden zur Rast ein
Nach den Ansprachen startete die Gruppe, angeführt von Helga Günther, Richtung Herzogenhorn-Gipfel. Ab da gab es auf mehr als zwei Kilometern Länge nur eine Richtung: 300 Höhenmeter steil aufwärts bis zum Gipfel in 1415 Meter Höhe. Der Weg führt vor allem im ersten Abschnitt über einen steinigen, teils felsigen schmalen Pfad, der im Quellgebiet des Krunkelbachs zudem ziemlich nass wird. Eine Tafel informiert, dass sich dort ein kleines Moor gebildet habe und auf dem feuchten Torfboden typische Moorpflanzen wie das schmalblättrige Wollgras, Sumpf-Herzblatt oder Sumpf-Blutauge wachsen.
Mehrmals entlang des Wegs laden Sitzbänke zur Rast ein. Angeregt von Peter Lutz entspann sich bei einem besonders schönen und ganz neu geschaffenen Exemplar eine Diskussion über die Verkehrssicherungspflicht, die Eigentümer von öffentlich zugänglichen Ruhebänken auch in Wäldern seit kurzem zu tragen haben. Im Fall des Naturpfads Herzogenhorn sei das die Gemeinde Bernau, sagte Schönemann. Anders als einige andere Gemeinden, die inzwischen auf Ruhebänke verzichten, habe der Bernauer Gemeinderat entschieden, die Bänke zu belassen – mit Verweis auf die jeweils eigene Risiko-Einschätzung der Nutzer. Schönemann verwies auch auf die Möglichkeit für Einzelpersonen, Gemeinden oder Vereine, sich an einer aktuellen Petition an den Deutschen Bundestag zu beteiligen. Mit seiner Unterschrift könne man sich für die Aufhebung der besagten Verkehrsversicherungsverpflichtung der Eigentümer einsetzen.
Auch der Klimawandel wird zum Thema
Als die Teilnehmer am Freitag die 1200-Meter-Marke passierten, wurde im Zusammenhang mit dem Klimawandel die Fichte zum Thema. Peter Lutz wies darauf hin, dass die Fichte zwar grundsätzlich eine eingewanderte Baumart sei, nicht aber in den Höhenlagen des Feldberggebiets, wo sie heimisch sei.
Weiter ging es bergan. Die Gruppe passierte einen verwitterten Gemarkungsstein aus dem Jahr 1842, der die Grenze zwischen den damals eigenständigen Gemeinden Dorf und Hof markiert. Der Pfad führt auch an Stellen vorbei, an denen sich im Winter Lawinen den Weg talwärts bahnen, was aber immer seltener der Fall sei, so Peter Lutz.
Schließlich erreichte die Gruppe den Gipfel mit einem grandiosen Rundblick auf die gesamte Feldbergregion. Dort wurde erstmal fotografiert, gelacht, gestaunt. Dann schenkte Bürgermeister Schönemann Gipfelschnaps aus, bevor sich die Gruppe auf den Weg zurück zur Krunkelbachhütte machte.
BZ vom 30.05.2025 von Susanne Filz
Schwarzwaldvereine wollen jetzt Kröten in Bernau retten
Zwei Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins planen, sich um die Rettung der Bernauer Kröten zu kümmern. Die Gruppe aus Bernau hatte diese Aufgabe schon vor fast 30 Jahren einmal übernommen, musste damals aber aufgeben.
Für Erdkröten auf ihren Wanderungen während der Laichzeit im Frühjahr ist die L149 ein gefährliches Pflaster. Wie Bernauer Feriengäste der BZ berichtet hatten, werden viele von ihnen aus Richtung Präg kommend auf dem Weg zu ihrem Laichgewässer, einem Weiher an der Wachtstraße kurz vor Bernau, überfahren (BZ hat berichtet). Noch mehr aber sterben durch den Sog, den Fahrzeuge bewirken, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit über die Amphibien hinwegfahren, das erläutert Rudi Appel vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland, Ortsgruppe Görwihl, der BZ. „Langsamere Geschwindigkeiten unter Tempo 30 können die Kröten dagegen überleben“, so Appel.
Die Population wächst wieder
Dem Amphibiensterben ein Ende bereiten wollen im nächsten Jahr nun die Schwarzwaldverein-Ortsgruppen Bernau und Todtnau. Das Vorhaben sei nicht unkompliziert, da eine ziemlich lange Strecke betreut werden müsse, sagt die Bernauerin und Naturschutzwartin der Schwarzwaldverein-Ortsgruppe Bernau Helga Günther, und sie weiß, wovon sie spricht. Gemeinsam mit Helfern aus Bernau hatte sie sich von Ende der 1990er Jahre bis etwa 2010 um den Krötenschutz entlang der Wachtstraße gekümmert. Da die Population seitdem aber stark zurückgegangen war und der Aufwand unverhältnismäßig groß erschien, habe die Gruppe ihre Bemühungen zwischenzeitlich eingestellt, berichtet Günther. Doch seit einiger Zeit beobachte man ein Wiederanwachsen der Population, der Krötenschutz solle 2026 wieder aufgenommen werden, entsprechende Vorbereitungen seien eingeleitet worden.
BZ vom 03.05.2025
Der Weiher schräg gegenüber dem Steinbruch Valentini ist das Ziel der Krötenwanderung. Im Hintergrund die Landesstraße und der Steinbruch. Foto: Susanne FilzBürger sollen Kröten in Bernau schützen
Während der Laichzeit werden auf der Wachtstraße nahe Bernau alljährlich viele Erdkröten überfahren. Landratsamt und Naturschützer wollen dem ein Ende bereiten. Unverzichtbar sind dabei ehrenamtliche Helfer.
Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Ehepaar aus Karlsruhe. Mehrfach rund ums Jahr besuchen Susanne Eckert-Trautnitz und Andreas Scherer den Südschwarzwald, das Ehepaar aus Karlsruhe verbringt seine Aufenthalte vorwiegend in der Gemeinde Bernau. Wie sie in einem Leserbrief an die BZ mitteilen, sehen sie von Präg kommend auf der L149, der Wachtstraße, in jedem Frühjahr zahlreiche überfahrene Erdkröten an einer Steller vor dem Ortseingang Bernau gegenüber dem Steinbruch, wo ein kleiner Weiher liegt. Dass die Amphibien auf ihrer Wanderung zu ihrem Laichgewässer die Wachtstraße kreuzen und dabei viele von ihnen dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, belegen die Lesebriefschreiber mit einer Reihe von diesjährigen Fotos, die überfahrene Kröten zeigen. „Es gibt hier keinerlei Maßnahmen, die ein massenhaftes Überfahren der Tiere verhindern oder minimieren könnten“, beklagt das Ehepaar in ihrem Schreiben. Ergebnislos geblieben seien Gespräche mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu), zu dem das Ehepaar vor zwei Jahren Kontakt aufgenommen hatte, dort aber lediglich erfahren habe, dass keine personellen Ressourcen vorhanden seien, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Freiwillige sind eingeladen zu helfen
Tätig geworden ist inzwischen das Landratsamt Waldshut. Wie die Untere Naturschutzbehörde auf BZ-Nachfrage mitteilt, sei der berichtete Missstand auf der Wachtstraße in diesem Jahr erstmals bei der Behörde gemeldet worden. In Folge habe eine Ortsbesichtigung stattgefunden. Derzeit versuche die Behörde gemeinsam mit anderen Stellen sinnvolle Lösungen zu finden, um die Amphibien an der genannten Stelle zu schützen.
Klar sei, dass Amphibienschutz ohne Bürgerengagement unmöglich ist: „Der Schutz der Kröten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, teilt das Landratsamt mit. Freiwillige seien eingeladen zu helfen, indem sie sich zum Beispiel beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) oder beim Nabu engagieren, indem sie Krötenzäune aufstellen und Kröten über die Straße zu transportieren. Falls Beteiligte – eine Gemeinde, Naturschutzorganisationen oder Privatpersonen – der Meinung seien, dass zum Schutz der Tiere straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierungen oder das Aufstellen des Gefahrzeichens „Krötenwanderung“ notwendig seien, könnten diese bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde, in diesem Fall beim Straßenverkehrsamt im Landratsamt Waldhut, einen entsprechenden Antrag stellen. Das Straßenverkehrsamt erlasse dann entsprechende Maßnahmen, die Straßenmeistereien des Straßenbauamts würden die entsprechenden Verkehrsschilder aufstellen. An sieben verschiedenen Stellen des Landkreises seien im laufenden Jahr verkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Amphibien getroffen worden.
Komplett fehlender Amphibienschutz
Wie das Landratsamt hat auch der zuständige BUND Hochrhein erstmals im April dieses Jahres von der Existenz der Krötenwanderungen über die Wachtstraße erfahren. Wie der Regionalgeschäftsführer des BUND Hochrhein Ulrich Faigle berichtet, sei er über den Schwarzwaldverein Todtnau auf den komplett fehlenden Amphibienschutz an der besagten Stelle auf der Wachtstraße hingewiesen worden. Viel tun kann der BUND Hochrhein allerdings nicht. „In dem Gebiet zwischen Todtnau und Bernau sind wir kaum vertreten“, bekennt Faigle. Auch er betont, wie zentral beim Amphibienschutz das Engagement ehrenamtlicher Helfer sei, und erläutert die erforderlichen Schutzmaßnahmen. Demnach werden an den Stellen einer Verkehrsstraße, die die Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichgewässern überqueren müssen, mindestens 40 Zentimeter hohe, mit Kunststofffolien bezogene mobile Zäune platziert, die den Amphibien die Überquerung unpassierbar machen sollen. Entlang der Stellen, an denen die meisten überfahrenen Kröten beobachtet worden sind, werden nun im Abstand von fünf bis zehn Metern Eimer in die Erde eingegraben, in die ein Großteil der Kröten hineinfällt. Jetzt sind die ehrenamtlichen Helfer am Zug. „Die Hauptwanderzeiten sind in der Morgen- und Abenddämmerung, da gehen die Helfer hin, tragen die Eimer über die Straße und setzen die Kröten frei“, erklärt Faigle. Bei zwei nötigen Einsätzen pro Tag sei es für die Rettungsaktion natürlich das Wichtigste, genug Helfer zu finden, die die Kröten einsammeln, so Faigle.
Verstärkte Überwachung notwendig
Doch wie gefährdet sind die Krötenpopulationen der Region eigentlich? Laut Landratsamt sind Erdkröten nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, allerdings stehen sie in der Roten Liste von Deutschland als nicht gefährdet. Auf der Roten Liste der Amphibien und Reptilien Baden-Württemberg befinden sie sich auf der Vorwarnliste, teilt das Landratsamt mit. Das bedeute, dass die Bestände regional zurückgehen und daher eine verstärkte Überwachung notwendig sei.
Als Ursache für abnehmende heimische Populationen macht Ulrich Faigle vor allem den Straßenbau aus. „Wir haben ja kaum noch Gebiete, die unzerschnitten sind. Betroffen davon sind nicht nur Amphibien, sondern auch andere bedrohte Tierarten bis hin zu Insekten“, sagt er.
BZ vom 21.03.2025 von Franz Kaiser
Diese Mitglieder wurden mit Nadeln und Urkunden ausgezeichnet: Ernst Thoma, Edwin Baur, Edmund Schmidt, Ernst Spiegelhalter, Hildegard Kaiser, Fritz Baur, Manfred Franz (neu im Vorstand), Peter Schlachter (von links). Foto: Franz KaiserDreierteam an der Spitze des Schwarzwaldvereins
44 Wanderungen und eine Mehrtagestour hat der Schwarzwaldverein ausgerichtet.
Neuer Vorsitzender ist nun Manfred Franz, der Irmgard Baur ablöst.
Eine große Anzahl von Ehrungen verdienter Mitglieder kennzeichnete die Mitgliederversammlung des Schwarzwaldvereins im Gasthof „Schwarzwaldhaus“. Sehr zufrieden äußerten sich die zuständigen Fachwarte mit der Belegung der Rot-Kreuz-Hütte, dem Zustand der Wegemarkierungen und dem Verlauf des Wanderjahres. Ein großes Lob richtete Bürgermeister Alexander Schönemann an den Verein. Nicht nur die Touristen, sondern auch die heimische Bevölkerung profitiere von seinem Wirken.
Rückblick
Die Statistik der neuen Wanderwartin Waltraud Warkus wies 44 Wanderungen und eine Mehrtagestour aus. Diese gliederten sich in zehn Tages- und 25 Halbtagestouren auf. Neun Wanderungen sind ausgefallen. Es haben die 343 Teilnehmer 374 Kilometer zurückgelegt. Unter der Leitung von Heide Hornung war die Seniorengruppe mit 222 Teilnehmern bei 26 Wanderungen aktiv und hat dabei 127 Kilometer erwandert.
Als Wanderkönigin hat sich einmal mehr Heide Gulich herausgestellt. Ihr folgen Ulla Haselwander, Martin Thoma und Waltraud Ebner-Glück. Zusätzlich zum Jahresprogramm fanden in den Wintermonaten zwölf und bei den Senioren zehn weitere Wanderungen mit 137 beziehungsweise 69 Teilnehmern statt. Rund 70 Stunden war Wegewart Thomas Waßmer zusammen mit den Wegepaten Siegfried Maier, Martin Thoma und Lothar Warkus im Einsatz. Neben den örtlichen Routen, die mit einer gelben Raute gekennzeichnet sind, waren auch die Fernwege Westweg, Albsteig, Hochtalsteig und Turmsteig zu betreuen.
Mit gutem Erfolg, so betonte Naturschutzwartin Helga Günther, sei wieder das Indische Springkraut bekämpft worden, wobei sich vor allem Petra Quermann-Weber verdient gemacht habe. Mit einer Gruppe von Mitbürgern hat Nico Geist den weiteren Kampf gegen die Lupinen auf den Weidbergen aufgenommen.
Von vielfältigen Einsätzen berichteten die Hüttenwarte Walter Baur und Helmut Maier. Neben den alljährlichen Arbeiten wie Holzmachen, Mähen und Hüttenreinigen wurden neue Dachrinnen angebracht. 50 Mal war die Hütte vermietet. An 38 Tagen war sie über den Winter bewirtet, wobei 45 Helferinnen und Helfer im Einsatz waren. Zu bemängeln sei, dass keine Rodelbahn gewalzt worden ist.
Ehrungen
Für ihre 70-jährige Mitgliedschaft wurde Annamaria Baur ausgezeichnet. Seit 60 Jahren gehören dem Bernauer Ortsverein Edwin und Fritz Baur, Hildegard und Walter Kaiser, Günter und Hilmar Köpfer, Heinz Kohlbrenner, Harald Kreutz, Edmund und Heinz Schmidt sowie Ernst Thoma an. Ernst Spiegelhalter ist seit 40 Jahren, Lilli und Peter Schlachter sowie Armin und Heidrun Spitz seit 25 Jahren Vereinsmitglied.
Wahlen
Als Nachfolger für Irmgard Baur wählten die Mitglieder Manfred Franz zum Vorsitzenden. Er bildet zusammen mit Peter Schlachter und Franz Kaiser, der kommissarisch für ein weiteres Jahr im Amt bleibt, ein Dreierteam.
Ausblick
Es beginnt das Wanderprogramm mit wöchentlichen Touren mittwochs, manchmal auch sonntags. Noch in diesem Frühjahr soll der Herzogenhornpfad in Betrieb genommen werden. Gewartet wird noch auf das Okay des Biosphärengebietes, nachdem vor allem durch den Einsatz des früheren Hauptfachwartes Peter Lutz die entsprechenden Vorleistungen erbracht wurden. Im April beteiligt sich der Ortsverein wieder an der Aktion Saubere Landschaft.
BZ vom 23.03.2024 von Franz Kaiser
Franz Kaiser, Peter Schlachter, Irmgard Baur
Zahlreiche Aufgaben lasten auf vielen Schultern
Ein Rückblick auf das 125-jährige Vereinsjubiläum, Wahlen und die Anpassung der Mitgliedsbeiträge stehen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Schwarzwaldvereins. Langjährige Mitglieder werden geehrt.
Nachdem der Schwarzwaldverein seine Winterpause mit kurzfristig angesetzten Wanderungen überbrückt hat, startete in dieser Woche nun das offizielle Programm. Und nachdem im Vorjahr bei der Wahl einzelne Vorstandsmitglieder zu verstehen gegeben hatten, dass sie das Amt nur noch im Jubiläumsjahr ausfüllen werden, wurden nun Nachwahlen erforderlich. Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden gestaltete sich schwierig. Nach einer längeren Diskussion und einer Denkpause fanden die Mitglieder eine Lösung für ein Jahr: Irmgard Baur gehört jetzt zum Führungstrio.
Ehrungen
Geehrt wurden Reinhard Dietsche für 60 Jahre Mitgliedschaft sowie Franz Hilpert, Joachim Maier und Josef Stricker (alle 50 Jahre), Renate und Roland Schelshorn (alle 40 Jahre) und Ursel Oberbichler (25 Jahre). Das Deutsche Wanderabzeichen geht an Irmgard Baur, Heide Gulich, Ursula Haselwander, Herbert Meyer, Sybille Ückert sowie an Lothar und Waltraud Warkus.
Wahlen
Irmgard Baur bildet zusammen mit den beiden bisherigen Vorsitzenden Franz Kaiser und Peter Schlachter ein Dreierteam, wie es nach der Vereinssatzung möglich ist. Neu gewählt wurden Thomas Waßmer (Wegewart), Waltraud Warkus (Wanderwartin).
Das Jubiläumsjahr
Zu einem auch in finanzieller Hinsicht erfolgreichen Fest wurden die Veranstaltungen zum 125-jährigen Vereinsbestehen. Höhepunkte waren der Festakt im Kurhaus und ein Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte. Über das ganze Jahr hinweg gab es monatliche Jubiläumstouren mit dem Ziel, 125 Kilometer ausschließlich in Bernau zu wandern. An die fünf fleißigsten Teilnehmer (Ursula Haselwander, Waltraud und Lothar Warkus, Heide Gulich und Waltraud Ebner-Glück) verteilte Vorsitzender Franz Kaiser Gutscheine.
Rückblick
Insgesamt gab es 96 reguläre Wanderungen, darunter Tages- und Mehrtagestouren und Seniorenwanderungen, mit zusammen 1067 Teilnehmern, sagte Wanderwart Peter Bauer. Dabei wurden zusammen 757 Kilometer. Insgesamt waren 19 Wanderführerinnen und Wanderführer im Einsatz.
Rot-Kreuz-Hütte
Von einer guten Belegung berichtete Hüttenwart Walter Baur. Rund 40 Hüttenwirte waren in den Wintermonaten im Einsatz. Im Sommerhalbjahr sei die Hütte 45 Mal vermietet gewesen. Helmut Maier hat einen neuen Treppenaufgang geschaffen.
Wanderwege
Wegewart Heinz Schemel und die Wegepaten Thomas Waßmer, Martin Thoma, Siegfried Maier und Franz Kaiser betreuten die Beschilderung von 117 Kilometern Wanderwegen. Neben 93 Kilometern örtlicher und regionaler Wege fallen darunter auch die Fernwanderwege Albsteig, Turmsteig sowie der Bernauer Hochtalsteig.
Naturschutz
Zur seit Jahren vorgenommenen Bekämpfung des Indischen Springkrauts unter der Regie von Petra Quermann-Weber kamen noch Einsätze gegen die Lupinen hinzu, die von Nico Geist und einem Team aus dem Ortsteil Dorf vorangetrieben werden.
Der Verein hat sich auch wieder an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligt und kümmert sich um das Biotop im Großmoos.
Kultur und Heimatpflege
Nach der Erfassung von Kleindenkmalen wie Grenzsteinen und Kreuzen stehe nun die Dokumentation von Quellen und Bächen an, sagte Helga Günther.
Mitgliedsbeiträge
Nachdem die Beiträge an den Hauptverein zuletzt stiegen, erhöhte nun auch der Ortsverein die Jahresbeiträge: Einzelmitglieder zahlen 28 Euro, Familien 36 Euro.
Neu ist, dass im Beitrag eine Unfallversicherung enthalten ist, die auch für Unfälle im privaten Bereich aufkommt, wenn sie mit Zielen und Aktivitäten des Vereins zu tun haben.
Ausblick
In Erarbeitung sind die Informationstafeln für den geplanten Herzogenhornpfad, der noch im ersten Halbjahr fertiggestellt werden soll.
BZ vom 16.11.2023 von Franz Kaiser
Zwei Wanderungen werden nachgeholt
Touren über insgesamt 125 Kilometer rund um Bernau unternimmt der Schwarzwaldverein in seinem Jubiläumsjahr. Am Sonntag steht die nächste Unternehmung an.
125 Kilometer möchte der Schwarzwaldverein in diesem Jahr durch Bernau wandern, passend zum 125-jährigen Bestehen, das der Ortsverein heuer begeht. Bisher sind 91 Kilometer zurückgelegt worden. Zwei der monatlichen Jubiläumsunternehmungen sind bisher dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen.
Diese sollen jetzt nachgeholt werden. Die erste Tour führt Peter Schlachter (07675/1294) am Sonntag, 19. November, mit Start um 11 Uhr am Wanderparkplatz Rotes Kreuz.
Am Mittwoch, 22. November, leitet Helga Günther (07675/201) ihre im August ausgefallene Wanderung. Treffpunkt ist um 13 Uhr im Gewerbegebiet Weierle bei der Firma Holzgeschenke Schmid-Volk.
Weitere Jubiläumstouren sind für den 3. und den 31. Dezember geplant.
Kerstin Köpfer, die neue Leiterin der Touristinformation, bedankte sich bei den 16 Wander-führerinnen und Wanderführern für ihren Einsatz. Mit seinem Angebot leiste der Bernauer Schwarzwaldverein einen bedeutenden Beitrag für das Dorfleben. Neben der Beschilderung des Wanderwegenetzes nannte Köpfer das Wanderprogramm und die Naturschutzeinsätze als besondere Leistung des Vereins.
Das Wanderprogramm für das Jahr 2024 soll am Dienstag, 21. November, in der Rot-Kreuz-Hütte festgelegt werden. Willkommen sind auch neue Wanderführerinnen und Wanderführer mit ihren Vorschlägen.
BZ vom 04.07.2023 von Susanne Filz
Vor der Kulisse des Naturschutzgebiets Taubenmoos war gut tafeln. Foto: Susanne Filz
AUSSICHTSREICHES JUBILÄUM
Mit einer Wanderung feierte der Schwarzwaldverein seinen
125. Geburtstag.
An der Rot-Kreuz-Hütte ging es mit Musik und Gesprächen munter weiter.
Rund 40 Mitglieder mehrerer Schwarzwaldverein-Ortsgruppen aus dem Bezirk Hochrhein, die größte aus Bad Säckingen, hatten sich an der sieben Kilometer langen Wanderung unter der Leitung von Bürgermeister Alexander Schönemann beteiligt. An der Hütte wurde dann gegessen und gefeiert, vor der Nase hatten die Wanderer den fantastischen Ausblick aufs Taubenmoos. Die Nähe zu Todtmoos brachte es mit sich, dass auch Wanderer aus der Nachbargemeinde am Jubiläum teilnahmen.
Die Außenanlagen waren vor dem Fest hergerichtet worden, den Wanderweg von der Abzweigung zur Landesstraße 146 (Bernau – Todtmoos) zur Hütte hatte die Gemeinde instand gesetzt. Für die Musik hatten die Ensembles Mengmol und Evergreens gesorgt.
BZ vom 03.07.2023
von Franz Kaiser
SCHWARZWALDVEREIN BERNAU FEIERT JUBILÄUM
Der Schwarzwaldverein Bernau feiert 125. Geburtstag. Wie sich seit der Gründung die moderne Version, in der Naturschutz und Landschaftspflege eine Rolle spielen, entwickelte, darüber wird berichtet.
Am 19. September 1898 wurde der Schwarzwaldverein Bernau als „Schwarzwald- und Verschönerungsverein“ gegründet. Als Ziel hatte man sich vor allem die Förderung des aufkommenden Fremdenverkehrs gesetzt. Über die ersten Vereinsjahre macht die Chronik des Ortsvereins, der damals noch als Sektion im Hauptverein galt, keine Angaben. Offensichtlich legte man auf eine schriftliche Dokumentation der Vereinsarbeit noch keinen Wert.
Die Aufgaben ändern sich
Einer Übersicht des Hauptvereins (damals noch Badischer Schwarzwaldverein) ist aber noch die folgende Aufstellung zu entnehmen: „Die bedeutendsten Arbeiten waren die Weganlagen Hofeck-Herzogenhorn und die Erstellung eines Pavillons auf dem Köpfle. Mit besonderer Aufmerksamkeit beteiligte sich die Sektion an den Ehrungen ihres Heimatsohnes Hans Thoma, Direktor der Großherzoglichen Gemäldegalerie, dessen herrliche Werke in Bernau eine große Anziehungskraft ausüben.“ Mitglieder hatte der Schwarzwaldverein Bernau damals insgesamt 40.
Aus dem Schwarzwaldverein, der sich zunächst auch um die Entwicklung des Skisports im Tal verdient gemacht hatte, ging 1924 die Skizunft Bernau hervor, die folglich im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann. Ein weiterer Meilenstein der Vereinsgeschichte war der Bau des Hans-Thoma-Weges vom Ortsteil Dorf zum Krunkelbach, die Hauptlehrer Richard Berthold vorangetrieben hatte. Überhaupt war es Berthold zu verdanken, dass das Vereinsleben nach dem Ersten Weltkrieg reaktiviert wurde. Zu seinen Ehren steht bis heute auf dem Weidberg oberhalb der Krunkelbachhütte der Berthold-Brunnen.
Die 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts standen im Zeichen des Ausbaus eines ortsumfassenden Wegenetzes, das in seinen Grundzügen bis heute fortbesteht. In diesem Zusammenhang hat sich der damalige Bezirkswegewart Leopold Doldinger aus Freiburg große Verdienste erworben, die der Verein durch die Errichtung eines Gedenksteines am Kaiserberg würdigte. Seit dem 110-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2008 ist dessen Enkel, der berühmte Jazzmusiker und Komponist Klaus Doldinger, Ehrenmitglied des Schwarzwaldvereins Bernau.
Jährlich werden meist über 50 geführte Wanderungen angeboten
Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet zunehmend das gesellige Wandern in den Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Wanderpläne wurden erstellt, Ziele der näheren und weiteren Umgebung gemeinsam erwandert, erste Hochgebirgstouren unternommen. Das Wegenetz wurde ausgebessert oder ergänzt. Über die Gemarkung verlaufen der Westweg und ein Höhenzugangsweg sowie seit einigen Jahren der Hochtalsteig, der Turmsteig und der Albsteig. Daneben betreut der Ortsverein in Zusammenarbeit mit der Tourist-Information und dem Bauhof über 100 Kilometer örtliche Wege. Jährlich werden meist über 50 geführte Wanderungen angeboten, die auch einen wichtigen Bestandteil im Gästeprogramm der Touristinfo darstellen.
Einen weiteren Aufschwung nahm der Verein ab der Mitte der 1970er Jahre. Als Volltreffer erwiesen sich die Volkswandertage im Sommer wie im Winter. Zeitweise nahmen daran bis zu 2500 Volkswanderer teil. Aus dem Erlös wurden der Bau einer Hütte am Roten Kreuz, der Passhöhe zwischen Bernau und Todtmoos, und eines Kinderspielplatzes am Tannengrund im Ortsteil Riggenbach finanziert, wobei ehrenamtliche Helfer einen wesentlichen Anteil trugen. Auch die Mitgliederzahl stieg deutlich an.
Seit den 1980er Jahren gewann der Natur- und Umweltschutz auch im Schwarzwaldverein an Bedeutung. Es wuchs die Einsicht, dass man schöne Schwarzwaldlandschaft nicht nur nutzen dürfe, sondern auch vor den vielfältigen Einflüssen der Zeit schützen müsse. Deshalb ist es heute ein wesentliches Ziel des Vereins, die kostbare Landschaft und ihre Kulturgüter für künftige Generationen zu bewahren. Mit der Anerkennung des Schwarzwaldvereins als Naturschutzverband ließen sich Massenveranstaltungen nicht mehr vereinbaren, und man nahm nach den 20. Volkswandertagen auch im Zeichen rückläufiger Teilnehmerzahlen von einer Fortsetzung Abstand. Derzeit arbeitet der Verein an einer Wiederbelebung des Naturpfads Herzogenhorn. Über die Mitgliedschaft im Biosphärengebiet Schwarzwald und die Stiftung Natur- und Kulturlandschaft Schwarzwald eröffnen sich Möglichkeiten der Finanzierung.
Heute stellt sich der in den Hauptverein eingebettete Schwarzwaldverein Bernau als moderner Verein dar, in dem sich Wanderfreunde, Landschaftspfleger, Naturschützer und Heimatpfleger gleichermaßen zu Hause fühlen. Er verfügt über rund 350 Mitglieder und steht wirtschaftlich auf gesunden Füßen.
Leider nicht in der BZ veröffentlicht
Jubiläum 125 Jahre Schwarzwaldverein Bernau
Wanderer feiern ein Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte
Zum 125-jährigen Bestehen veranstaltet der Schwarzwaldverein Bernau am Wochenende 1./2. Juli an der Rot-Kreuz-Hütte ein Waldfest, zu dem Bevölkerung und Feriengäste eingeladen sind.
Das Fest beginnt am Samstag ab 16 Uhr mit einem Feierabendhock im Festzelt. Am Sonntag folgt ab 11 Uhr der Festnachmittag mit musikalischer Unterhaltung durch die Blaskapelle „Mengmol“ und die Band „Evergreens“. Für die Bewirtung sorgen Mitglieder des Schwarzwaldvereins. Die Parkplätze am Roten Kreuz sind begrenzt. Es gibt auf der Linie St. Blasien-Todtmoos (7321) die folgenden Busverbindungen: Samstag: Altenrond ab 15.42 Uhr über Dorf (ab 15.47 Uhr) und Oberlehen (Forum, ab 15.53 Uhr); Sonntag: Altenrond ab 11.42 Uhr, 13.42 Uhr, 15.42 Uhr über Dorf (ab 11.47,13.47,15.47 Uhr) und Oberlehen (ab 11.53, 13.53/15.53 Uhr); Rückfahrt ins Tal: Rotes Kreuz ab 13.50 Uhr, 15.50 Uhr, 17.50 Uhr; nur Samstag: 19.38 Uhr.
BZ vom 22.06.2023
von Franz Kaiser
Ehrungen beim Schwarzwaldverein
Anlässlich des Festabends zum 125-jährigen Jubiläum des Schwarzwaldvereins Bernau (BZ berichtete) sind am vergangenen Samstag zahlreiche verdiente Mitglieder ausgezeichnet worden. Hier der Überblick:
Das Ehrenzeichen in Bronze erhielten an diesem Abend Peter Bauer, Irmgard Baur, Willi Glück, Norbert Goos, Heide Gulich, Elisabeth Kaiser, Christof Köpfer, Günter Köpfer, Walter Kufner, Herbert Meyer, Gerhard Sailer, Siegfried und Verena Sailer, Liane Schmidt, Ernst Thoma und Thomas Waßmer.
Das Ehrenzeichen in Silber erhielten Helga Günther, Stefan Kaiser, Helmut Maier, Siegfried Maier, Ursula Oberbichler, Peter Schlachter, Rolf Schmidt, Dieter Strittmatter und Martin Thoma.
Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden der langjährige Wegewart Heinz Schemel und Kassenwart Dieter Götz.
BZ vom 19.06.2023
Von Désirée Ehmann & Stefan Pichler
Bernauer Jubiläumsverein belebt das Ortsleben
125 Jahre – das ist ein Grund zum feiern. Der Schwarzwaldverein Bernau lädt zum Jubiläumsfestbankett. Etliche Mitglieder werden geehrt.
Der Ortsverein Bernau im Schwarzwaldverein wurde 1898 gegründet und besteht seit 125 Jahren. Diesen besonderen Geburtstag feierten die Mitglieder mit einem Festbankett im Kurhaus. Am Unterhaltungsprogramm wirkten mit: der Musikverein Bernau unter der Leitung von Andreas Hug, die Jagdhornbläser St. Blasien und die Theatergruppe Die Pausenfüller.
16 engagierte Vereinsmitglieder aus Bernau wurden durch den Präsidenten des Schwarzwaldvereins, Meinrad Joos, unterstützt vom Vorsitzenden des Bernauer Ortsvereins, Franz Kaiser, für ihr langjähriges Engagement mit Silbernen und Bronzenen Ehrennadeln ausgezeichnet. Franz Kaiser erhielt unter stehendem Applaus der Festbesucher für sein Engagement während seiner 30-jährigen Vorstandstätigkeit durch den Präsidenten die Goldene Ehrennadel des Schwarzwaldvereines.
Anfang Juli wird erneut gefeiert
Franz Kaiser begrüßte zu der gut besuchten Veranstaltung neben Meinrad Joos auch den Bernauer Bürgermeister Alexander Schönemann, seinen Amtsvorgänger und Kreisrat Rolf Schmidt, einige ehemalige und aktive Gemeinderäte, sowie Ehrenmitglieder, Vertreter der Bernauer Vereine und Abordnungen umliegender Schwarzwaldvereine. Er bedauerte die Absage von Landrat Martin Kistler, der wegen einer anderen Verpflichtung nicht teilnehmen konnte. Er verwies darauf, dass neben dem Festbankett das Jubiläum am Samstag/Sonntag, 1./2. Juli, mit einem Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte weiter gefeiert werde.
Alexander Schönemann erinnerte, dass sich die Schwerpunkte der Vereinsarbeit im Schwarzwaldverein in den vergangenen 125 Jahren mit dem Zeitgeist sowie den Anforderungen von Gesellschaft und Umwelt gewandelt haben.
Unverzichtbar für das Leben im Ort
Der Schwarzwaldverein Bernau habe durch seine vielfältigen Tätigkeiten den Ort schöner, attraktiver, erlebnisreicher und lebenswerter gemacht. Über Jahrzehnte haben Vereinsmitglieder Wanderwege ausgewiesen, eingerichtet, gekennzeichnet, beschildert und unterhalten, so dass heute in Bernau ein Wegenetz von rund 120 Kilometer existiere. Der Verein arbeite eng mit dem Bauhof der Gemeinde zusammen. Während der Wandersaison finden in der Regel zwei Mal pro Woche vom Schwarzwaldverein geführte Wanderungen statt. Schönemann nannte einige weitere Beispiele für die Aktivitäten des Schwarzwaldvereines wie die Ausrottung eines eingeschleppten Springkrautes, das das Bernauer Hochtal bedrohte, die bei Wanderungen wiederentdeckten historischen Bernauer Grenzsteine oder den Bau der vereinseigenen Rot-Kreuz-Hütte. Schönemann überbrachte die Grüße von Landrat Martin Kistler und dankte in dessen Namen für das Engagement des Schwarzwaldvereines Bernau. Er überreichte im Namen der Gemeinde ein Spende über 1000 Euro.
Familien- und Jugendarbeit prägt den Verein
Der Schwarzwaldverein Bernau sei nicht immer finanziell gut ausgestattet gewesen, so Meinrad Joos in seinem Grußwort. Aus Geldmangel habe sogar das 50-jährige Jubiläum nicht gebührend gefeiert werden können. Umso erfreulicher sei es zu sehen, mit welcher Lebendigkeit und Begeisterung der heutige Geburtstag gefeiert werde. Heute gehöre der Verein mit seinen 350 Mitgliedern zu den aktivsten Vereinen in Bernau. Schon früh habe man sich für eine professionelle Wegemarkierung rund um Bernau eingesetzt und das sei so bis heute geblieben. Meinrad Joos verwies auf die „noble Vereinshütte am Roten Kreuz“, die Verleihung der Eichendorff-Medaille zum 100. Geburtstag und den Ausbau und die Unterhaltung des Hochtalsteiges. Die Aktivitäten des Vereines für die Familien- und Jugendarbeit seinen prägend für die Vereinsgeschichte.
Weitere Grußworte zur Jubiläumsveranstaltung sprachen der Bezirksvorsitzende des Schwarzwaldvereins, Rainer Feudel, die Vertreter der Schwarzwaldvereine aus St. Blasien und Todtmoos, sowie einige Vorsitzende der Bernauer Vereine.
BZ vom 28.03.2023
Der Schwarzwaldverein feiert mit vielen Wanderungen und einem Fest
Der Schwarzwaldverein Bernau besteht seit 125 Jahren.
Das Jubiläum feiert der Verein mit vielen Wanderungen und einem Fest im Sommer.
Mit dem bisherigen Vorstandsteam um Franz Kaiser nimmt der Schwarzwaldverein Bernau sein Jubiläum 125-jährigen Bestehen in Angriff. Bei der Hauptversammlung im Kurhaus wurden alle Amtsinhaber einstimmig wiedergewählt. Aber man müsse die Nachfolge regeln, so der Vorsitzende, und kündigte seinen Rückzug an.
Ehrungen
Urkunden und Ehrenzeichen erhielten für 60 Jahre Mitgliedschaft Hans Lauther und Bruno Köpfer, Gisela Schlachter, Hubert Maier, Oriano Baldisserri sowie Roland und Dagmar Köpfer aus Wehr (alle 40 Jahre) und Dieter Götz, Klaus Kistler, Ludwig Nieberle sowie Friedrich und Martina Wernet aus Mainz (25 Jahre). Sybille Ückert erhielt das Deutsche Wanderabzeichen.
Rückblick
Von einem sehr guten Wanderjahr ohne Einschränkungen berichtete Wanderwart Peter Bauer. Einschließlich der 19 Seniorenwanderungen hätten 78 Wanderungen stattgefunden. Dabei seien 619 Kilometer zurückgelegt worden. An der Rot-Kreuz-Hütte habe man, so Hüttenwart Walter Baur, in über 300 Arbeitsstunden die Außenanlagen samt Brunnen neu gestaltet, wobei sein Stellvertreter Helmut Maier allein über 100 Stunden aufgewendet habe. Erst im Frühjahr sei nach der Corona-Pause die Hütte wieder zur Verfügung gestanden, die man dann 37 Mal vermieten konnte.
In Angriff genommen wurde die Neugestaltung des Herzogenhorn-Lehrpfades. Dabei wurde Naturschutzwartin Helga Günther auch vom Freiburger Hauptverein und vom Haus der Natur vom Feldberg unterstützt. Mittlerweile ist ein entsprechender Förderantrag beim Biosphärengebiet in Schönau gestellt worden, über den demnächst befunden werden wird.
Die rund 117 Kilometer Wanderwege auf Bernauer Gelände hat Wegewart Heinz Schemel zusammen mit vier Wegepaten überwacht.
Vorschau
Bereits seit Januar werden monatlich unter dem Motto „125 Kilometer durch Bernau“ Jubiläumswanderungen veranstaltet, die auf eine gute Resonanz stoßen. Das Jubiläum selbst soll mit einem Festakt am 17. Juni im Kurhaus und einem Waldfest am Wochenende 1./2. Juli an der Rot-Kreuz-Hütte begangen werden. Abgeschlossen wird das Jubiläumsjahr mit einer Silvesterwanderung. Darüber hinaus sind wieder die beliebten Mittwochswanderungen bis in den November hinein angesetzt.
Nach den Kleindenkmalen wie Kreuzen oder Grenzsteinen und der Dokumentation der Weidbuchen wird sich das Ehepaar Helga und Hartwig Günther für den Fachbereich Kultur und Heimatpflege fortan dem Themenbereich Quellen, Brunnen, Bäche widmen. Und wenn die Finanzierung geklärt ist, kann vielleicht noch in diesem Jubiläumsjahr der Naturpfad Herzogenhorn fertiggestellt werden.
Mitglieder
Der Schwarzwaldverein Bernau hat derzeit 352 Mitglieder. Einen großen Aderlass hatte der Verein durch 13 Todesfälle zu verzeichnen. Besonders schmerzhaft sei dabei der Verlust der Ehrenmitglieder Rolf Finkbeiner und Wendelin Booz gewesen, hieß es.
BZ vom 10.01.2023 von Susanne Filz

„IM JUBILÄUMSJAHR WOLLEN WIR DEN BERNAUERN DAS TAL NEU PRÄSENTIEREN“
125 Jahre alt wird der Schwarzwaldverein Bernau in diesem Jahr. Der Vorsitzende Franz Kaiser gibt im BZ-Interview Einblicke in die Vereinsarbeit heute und anno dazumal.
BZ: Herr Kaiser, 125 Jahre Schwarzwaldverein Bernau: Welchen Stoff zum Nachdenken gibt Ihnen dieses große Vereinsjubiläum?
Kaiser: Die vielen Jahre machen uns stolz. Wir haben in dieser Zeit dazu beigetragen, dass unsere Heimat bekannt und geschätzt wird. Wir schauen positiv in die Zukunft und hoffen, dass sich weiterhin engagierte Menschen finden, die den Schwarzwaldverein tragen werden.
BZ: Welche Bedeutung hatte das Wandern in Bernau, als der Ortsverein 1898 gegründete wurde?
Kaiser: Einheimische sind in diesen Jahren überhaupt nicht gewandert, man hatte schließlich was zu tun, im Haushalt, in der Landwirtschaft. Spazieren gehen oder wandern zum Vergnügen war noch bis in die 60er Jahre eher verpönt. Gegründet wurde der Verein, um Gästen etwas zu bieten. Damals sagte man aber noch nicht Gäste, sondern die Fremden.
BZ: Hatte Bernau damals schon nennenswert viele Gäste?
Kaiser: Nicht so viele wie in die benachbarten Kurorte St. Blasien und Todtmoos, aber es gab schon welche. Man wollte hier auf keinen Fall diesen neuen Trend verpassen. Die Nachbargemeinden waren dabei Vorbilder gewesen.
BZ: Was erzählt die Vereinschronik über diese frühen Bernauer Schwarzwaldverein-Jahre?
Kaiser: Leider sehr wenig. Gesichert ist, dass die damaligen Mitglieder bestehende Wege ausgeschildert haben. Das waren landwirtschaftlich genutzte Wege oder Verbindungswege zwischen Ortsteilen. Zu dieser Zeit gab es noch fünf eigenständige Gemeinden auf der Gemarkung der heutigen Gemeinde Bernau mit eigenen Bürgermeistern und eigener Verwaltungsinfrastruktur. Ein großes Ereignis war die Einrichtung eines Wanderwegs von Bernau-Dorf zur Krunkelbachhütte im Jahr 1927.
BZ: Sie sind seit vielen Jahren Mitglied und seit 30 Jahren leitendes Mitglied im Ortsverein Bernau. Wie haben Sie selbst Ihre frühen Wanderjahre erlebt?
Kaiser: Bis in die 1970er Jahre hinein war Wandern in Bernau noch etwas Exotisches. Und es war reine Männersache. Wenn wir auf unseren Mittwochswanderungen an Nutzgärten vorbeikamen, in denen Frauen das Gemüse gepflegt haben, ist es schon mal vorgekommen, dass man da geneckt wurde. In dem Sinne: Habt ihr denn sonst nichts zu tun? Aber das hat sich dann schnell geändert, auch weil sich die gesundheitliche Bedeutung von Bewegung herumgesprochen hat.
BZ: Wie wollen Sie den 125. Vereinsgeburtstag begehen?
Kaiser: Da würde ich schon mal auf unsere Jubiläumswanderungen hinweisen. Das sind 13 Touren auf Bernauer Gemarkung mit insgesamt 125 Kilometern Länge, die den 125 Vereinsjahren entsprechen. Die Touren finden an allen ersten Sonntagen eines Monats statt. Im Dezember werden es zwei Touren sein. Eine davon wollen wir mit der Bernauer Weihnachtstour kombinieren. Die Strecke von Betrieb zu Betrieb wollen wir allerdings abschreiten, statt zu fahren.
BZ: Wollen Sie mit diesen Touren vor allem Bernauer Wanderer ansprechen?
Kaiser: Nicht nur. Alle Wanderfreunde sind willkommen. Wir möchten unser Tal aber auch den eigenen Leuten präsentieren. Alle zehn Ortsteile der Gesamtgemeinde sollen drankommen. Ich bin mir sicher, dass nicht alle Bernauer alle schönen Orte entlang der Wege kennen. Wenn Teilnehmer Aha-Erlebnisse haben wie ’Da war ich schon ewig nicht mehr’ oder ,Da war ich noch nie’ oder ,Aus dieser Perspektive hab’ ich es noch nie gesehen’, dann ist das ein gutes Ergebnis.
BZ: Wenn man die 13 Touren mitgemacht hat, hat man dann alle Wanderwege auf Bernauer Gemarkung begangen?
Kaiser: Nein, da bleiben immer noch Wege außen vor. Wir haben 117 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege, insgesamt aber über 200 Kilometer Waldwege, Feldwege oder Wege, die durch die Ortsteile führen. Dazu die Berge und Seitentäler. Herzogenhorn, Spießhorn, Blößling, Farnberg, Oren, Rechberg, Kaiserberg. Es gibt viel zu entdecken.
BZ: Welche Veranstaltungen sind außer den Touren geplant?
Kaiser: Der Festakt wird am Samstag, 17. Juni stattfinden und am Wochenende 1. und 2. Juli laden wir zu einem Waldfest bei der Rotkreuz-Hütte ein. Dabei wird auch eine geführte Wanderung mit dem Bürgermeister angeboten.
BZ: Auch junge Leute wandern wieder viel und gerne. Macht sich die neue Wanderlust in der Mitgliederliste des Schwarzwaldvereins Bernau bemerkbar?
Kaiser: Nein, leider nicht direkt. Aber wir sind bei jungen Leuten trotzdem bekannt, und zwar auch im Zusammenhang mit unserer Rot-Kreuz-Hütte beim Wanderparkplatz an der Gemarkungsgrenze zu Todtmoos. Die Hütte wird im Winter bewirtet, im Sommer vermieten wir sie für Übernachtungen an Wandergruppen, Vereine, Firmen oder Familien. In unserem Hüttenteam engagieren sich viele junge Leute ehrenamtlich. Dafür müssen sie Mitglied im Verein werden. Sie profitieren davon unter anderem, weil sie in der Hütte dann auch selbst übernachten können. Und es ist eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.
BZ: Wie ist der Ortsverein personell ausgestattet?
Kaiser: Mit unseren 15 Wanderführern hatten wir noch nie ein Problem, unsere Wanderungen voll zu bekommen. Zur Betreuung der Wege haben wir ein Team von vier Wegepaten, die dem Wegewart zur Seite stehen. Auch die Fachbereiche Naturschutz, Kultur und Heimatpflege und Hüttenbetreuung sind abgedeckt.
BZ: Werden Ihre Angebote gut angenommen?
Kaiser: Wir haben einen festen Stamm bei den wöchentlichen Mittwochswanderungen, auch aus Nachbarorten. Die Wanderpläne werden zur Hälfte von der Touristinfo mitfinanziert. Dort ist man daran interessiert, dass die Gäste wissen, was angeboten wird. Und wir sind im Thoma-Tal die einzigen Wanderanbieter. Es beteiligen sich allerdings nur wenige Feriengäste an den geführten Touren. Die Gemeinde profitiert trotzdem, denn viele Gäste nutzen unseren Plan als Ideengeber. Die Touren unternehmen sie dann aber lieber allein.
Franz Kaiser
Der Vorsitzende des Bernauer Ortsvereins ist pensionierter Lehrer und lebt in Bernau. Den Ortsverein leitet er seit 30 Jahren. Außerdem ist er ist seit 40 Jahren Vorstandsmitglied des FC Bernau und war 25 Jahre lang Gemeinderat in Bernau.
BZ vom 20.12.2022
Schwarzwaldverein feiert 125-jähriges Bestehen
Sein 125-jähriges Bestehen wird der Schwarzwaldverein Bernau im kommenden Jahr feiern. Vorgesehen sind ein Festakt am Samstag, 17. Juni, und ein Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte am Wochenende 1./2. Juli. Mit dem Ziel „125 Kilometer durch Bernau“ findet jeweils am ersten Sonntag eines Monats, beginnend am Neujahrstag, eine Wanderung nur durch Bernau statt. Dabei sollen alle Ortsteile, die Berge und Wälder rund um das Tal besucht werden. Bei sehr schlechten Bedingungen verschiebt sich ein Termin um eine Woche. Am Ende des Jahres, die letzte Tour soll an Silvester stattfinden, werden dann passend zur Jubiläumszahl 125 Kilometer zusammenkommen. Die Teilnahmen werden dokumentiert, und wer die meisten Wanderungen absolviert hat, erhält als Belohnung einen Preis. Unter sämtlichen Teilnehmern wird ein Hauptpreis verlost.
BZ vom 12.12.2022
Abschlusshock nach nasser Tour
Der Schwarzwaldverein Bernau bilanziert anlässlich des Hocks zum Saisonabschluss trotz Wetter und Corona ein erfolgreiches Wanderjahr. Die Abschlusswanderung musste wegen Starkregens allerdings abgebrochen werden.
Zu nass zum Wandern: Wegen der starken Regenfälle hatte Wanderwart Peter Bauer die Abschlusswanderung des Schwarzwaldvereins schweren Herzens im Langenwald abgebrochen. Er führte die Wanderschar zurück zur Rot-Kreuz-Hütte, wo man sich bei Kaffee und Kuchen aufwärmen konnte und der Statistik zum abgelaufenen Wanderjahr lauschte, die Peter Bauer den Mitgliedern erläuterte. Das Ergebnis: erfreulich. Weder Corona noch das Wetter hatten zu größeren Beeinträchtigungen geführt. Insgesamt haben 77 Wanderungen mit 855 Teilnehmern stattgefunden, im Durchschnitt waren es also elf Teilnehmer pro Tour. Die Gesamtlänge aller Strecken betrug insgesamt 615 Kilometer. 19 Wanderführer hatten das Programm gestaltet.
Für die Touristinfo dankte Tourismuschef Matthias Wendle den Mitgliedern für den Einsatz rund um das umfangreiche Jahresprogramm. Die Wanderführer, die das Programm gemeistert hatten, erhielten ein kleines Geschenk. Der Vorsitzende Franz Kaiser kündigte an, dass man mittwochs weiterhin wandern wolle, auch wenn das offizielle Wanderprogramm beendet ist. Die Ziele und die Leitung dieser Touren werde man kurzfristig planen und bekannt geben.
Mittlerweile sei der Plan für 2023 erstellt, der im Zeichen des 125-jährigen Vereinsjubiläums stehe. Die Broschüre werde über die Vereinszeitschrift verteilt und könne auch in der Touristinfo abgeholt werden, so Kaiser weiter.
BZ vom 25.03.2022
Verein plant 68 Unternehmungen – Schwierigkeitsgrade variieren
Mit einem prall gefüllten Plan geht der Schwarzwaldverein Bernau in das neue Wanderjahr. Schon in der eigentlichen Winterpause fanden nach Möglichkeit Touren im näheren Umkreis statt, die von Woche zu Woche untereinander abgesprochen worden waren. Jeweils mittwochs und zuweilen auch an anderen Tagen gibt es von nun an geführte Wanderungen für jedermann. In der Regel braucht es keine Anmeldung.
Bei der Planung habe der Verein darauf geachtet, dass sich Dauer, Ziele und Schwierigkeitsgrad abwechseln, sagte Vorsitzender Franz Kaiser.
Insgesamt sind 68 Unternehmungen vorgesehen, für die sich 15 Wanderführerinnen und Wanderführer zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es mehrere gemeinsame Touren mit den Ortsvereinen St. Blasien und Häusern. Eine gemeinsame Frühlings-Rundwanderung mit dem Ortsverein St. Blasien von Gurtweil über den Vitibuck bis Tiengen, die von Ulla Haselwander geführt wird, wird es am Sonntag, 27. März, geben. Eine Tour auf dem Hebelweg von Utzenfeld nach Unterkastel mit Franz Kaiser und eine Seniorenwanderung mit Paul Köpfer ebenfalls in Utzenfeld bietet der Verein am Mittwoch, 30. März, an.
Die Kontaktdaten zur Wanderleitung sind dem Wanderplan zu entnehmen, der in der Tourist-Information ausliegt und im Internet (swv-bernau.de) verfügbar ist.
BZ vom 23.03.2022

Mitgliederversammlung am 19.03.2022 im Kurhaus
Das zweite Jahr mit reduziertem Wanderplan
Schwarzwaldverein Bernau bereitet sein Jubiläum zum 125-jährigen Bestehen vor / Naturpfades Herzogenhorn soll neu gestaltet werden.
Die einhundertste Mitgliederversammlung seiner Geschichte hat der Schwarzwaldverein im Kurhaus abgehalten. Allerdings ist der 1898 gegründete Ortsverein, dem heute 364 Mitglieder angehören, schon um einiges älter, da nicht jedes Jahr eine Versammlung stattfand. Und so soll, wie der Vorsitzende Franz Kaiser hervorhob, im kommenden Jahr das 125-jährige Bestehen in einem würdigen Rahmen begangen werden.
» Ehrungen: 50 Jahre: Walter Kufner, Albin Raufer und Gerhard Schelshorn; 40 Jahre: Rolf und Brigitte Schmidt; 25 Jahre: Peter Götz, Horst und Marlies Langecker, Konrad und Heike Maier, Ulrich und Annette Lentmaier, Edin Muslic, Christian Holler und Christian Klingele.
» Rückblick: Auch im abgelaufenen Wanderjahr konnte nur ein eingeschränktes Programm angeboten werden. Dennoch konnte Wanderwart Peter Bauer von 40 Touren berichten, an denen sich 385 Personen beteiligt haben. Zwölf Wanderführer waren im Einsatz. Die Beschilderung der insgesamt 118 Kilometer umfassenden Wanderwege sei gut in Schuss, sagte Wegewart Heinz Schemel. Vom Indischen Springkraut sei Bernau vor allem durch den Einsatz von Petra Quermann-Weber weitgehend befreit, sagte Helga Günther. Allerdings drohe ein neuer Zuzug von Todtmoos und Präg her, dem man sich nun stellen müsse. Um das wiederhergestellte Biotop im Großmoos kümmerte sich vor allem Helmut Maier.
Hüttenwart Walter Baur bedauerte, dass die übliche Bewirtung der Rot-Kreuz-Hütte nun schon im zweiten Winter nicht möglich war. Da eine Renovierung der Klärgrube nötig war, verbleibt ein Loch in der Kasse, wie Kassier Dieter Götz vermeldete.
» Ausblick: Bis auf die beiden von Irmgard Baur organisierten Hochgebirgstouren sind zur Teilnahme keine Anmeldungen erforderlich. Der Wanderplan liegt in der Touristinformation aus. Der Verein wird bei der Neugestaltung des Naturpfades Herzogenhorn mitwirken. Er wird einen Vorschlag ausarbeiten und einen Zuschuss beim Biosphärengebiet beantragen. Vor der Hütte soll der Brunnen erneuert werden.
BZ vom 08.01.2022
Auf Exkursion zu den Gemarkungssteinen im Thoma Tal
Helga und Hartwig Günther haben ein Buch über historische Grenzsteine im Thoma-Tal veröffentlicht. Bei ihren Recherchen waren sie in tiefen Wälder unterwegs und manchmal auch auf steilen Hängen.
Das Buch von Helga und Hartwig Günther über historische Grenzsteine im Thoma-Tal, das das Ehepaar Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hat, trägt einen langen Titel: „Ein Rundgang entlang der Gemarkungsgrenzsteine von Bernau sowie der Grenzsteine zwischen Wald und Weide zwischen den ehemaligen Bernauer Gemeinden“. Im Vorwort des mit selbst aufgenommenen Fotos bebilderten Werks erläutern die begeisterten Heimatforscher und Wanderer ihre Faszination, die die Steine wegen ihres Alters, ihres Aussehens oder ihrer Standorte auf sie ausgeübt haben.
Als Beauftragte für Denkmalschutz wurde Helga Günther zudem vom Landesverband des Schwarzwaldvereins aufgefordert, Grenzsteine zu erfassen und zu dokumentieren. Hinter Helga und Hartwig Günther liegt eine jahrelange Suche in Wäldern und im Unterholz, auf steilen Geröllhalden und tiefen Abhängen, um die mehreren hundert Grenzsteine zu finden, die sie ihren auf Fotografien dokumentiert haben.
Als unverzichtbare Grundlage für die Suche hatten sie vom Vermessungsamt Waldshut Kopien von rund 25 Auszügen der Deutschen Grundkarte erhalten mit nummerierten Grenzsteinen und den Gewannnamen, auch von Karten der ehemaligen Gemeinden aus dem Jahr 1790 mit gut lesbaren Wald/Weidegrenzen. Diese Steine aufzuspüren habe sich zu einer wahren Leidenschaft entwickelt, sagen sie. Ein Abenteuer außerdem, da Grenzsteine die Eigenschaft hätten, sich nicht an Wege zu halten, sondern fast immer im Wald und da oft in schwerdurchdringlichem Unterholz zu finden seien. Trotz noch so aufwändiger Suche habe man nicht alle Steine finden können.
Aufgefallen war ihnen auf ihren Exkursionen, dass nahezu alle alten Steine aus rotem Sandstein gefertigt worden waren – ein Material, das im Hochschwarzwald nicht vorkommt und vom Hochrhein geholt werden musste.
Der wahrscheinlich älteste Stein steht beim heutigen Lederschobenstein, den man auf dem Wanderweg „Turmsteige“ passiert, und datiert aus dem Jahr 1767. Andere Grenzsteine tragen die Jahreszahl 1784, während auf den meisten Grenzsteinen die Jahreszahl 1842 eingemeißelt ist. Grenzsteine wurden bereits seit dem 15. Jahrhundert bereits gesetzt. „Auf diese Weise können wir nach mehr als 250 Jahren immer noch die ehemaligen Grenzen finden“, sagen die beiden Grenzsteinforscher.
Wie Helga und Hartwig Günther berichten, befindet sich auf der Oberseite der Steine eine deutlich erkennbare Rille, die die Richtung des Grenzverlaufes anzeigt. An Eckpunkten und wichtigen Standorten habe man höhere Hauptsteine gesetzt, dazwischen die niedrigeren Läufersteine. Auf der dem Besitzer zugewandten Seite sei dessen Initial, manchmal auch seine Wappen eingemeißelt, auf der gegenüberliegenden Seite meist die laufende Nummerierung.
Gefunden haben Günthers auch neuere, unbeschriftete Granitsteine. Diese wurden bei der Waldflurbereinigung in den Jahren 1972 bis 1984 neu gesetzt, da die alten Grenzsteine nicht mehr vorhanden waren und deshalb nach der Vermessung neue Markierungen angebracht worden sind.
In einem Inhaltsverzeichnis sind die nummerierten Gemarkungs steine übersichtlich aufgeführt, ebenso die Grenzen zu den Nachbargemeinden. Helga und Hartwig Günther finden es wichtig, diese alten Grenzsteine nicht nur in ihrer Funktion als Grenze zu begreifen, sondern auch als erhaltenswerte Kleindenkmale zu achten. Manche sind uralt. So sei bekannt, dass bereits im Jahr 1328 die älteste deutsche Beschreibung eines Grenzverlaufes vom Zwing und Bann des Klosters St. Blasien erschienen ist, in dem als Grenzpunkte auch das Herzogenhorn („des herzogen horne“) und der Farnberg („vahrenberg“) erwähnt werden.
November 2021
Eingereichter Bericht an die BZ, wurde aber nicht veröffentlicht
Abschlusswanderung am Roten Kreuz
In gemütlicher Runde trafen sich die Wanderfreunde des Schwarzwaldvereins bei Kaffee und Kuchen in der Rot-Kreuz-Hütte, um Bilanz über das auslaufende Wanderjahr zu ziehen. Wanderwart Peter Bauer gab in seinem Bericht die Statistik über vierzig durchgeführte Wanderungen bekannt.
Die Unternehmungen: Eigentlich waren insgesamt 69 Unternehmungen geplant, doch fielen die restlichen der Pandemie und auch dem Wetter zum Opfer. Immerhin kamen aber sechs Tageswanderungen, 31 Halbtagswanderungen inklusive sieben Seniorenwanderungen und auch eine Zweitagestour zuammen. Alle zusammen erstreckten sich über 298 Kilometer. Es nahmen 385 Wanderer teil.
Die Wanderführer: Das Team der Wanderführerinnen und Wanderführer bildeten Peter Bauer, Irmgard Baur, Willi Glück, Helga Günther, Heide Gulich, Heide Hornung, Franz Kaiser, Paul Köpfer, Helmut Maier, Herbert Meyer, Ursel Oberbichler, Rolf Schmidt, Liane Schmidt, Alexander Schönemann und Michael Vatter. Ihnen überreichte Vorsitzender Franz Kaiser im Auftrag der Tourist-Information ein kleines Geschenk, verbunden mit einem Dank für den ehrenamtlich erbrachten Einsatz.
Die häufigsten Teilnehmer: Geehrt wurde Heide Gulich, die mit zwanzig Teilnahmen am fleißigsten gewandert war. Es folgten Ursula Haselwander und Franz Kaiser (je 19 Teilnahmen), Ursel Oberbichler (18), Verena und Siegfried Sailer sowie Willi Glück (je 17).
Die Abschlusswanderung: Unter der Leitung von Paul Köpfer und Peter Bauer hatten die Wanderer vor ihrer Einkehr eine Rundwanderung am Roten Kreuz unternommen, die an der Gemarkungsgrenze zu Todtmoos vorbeiführte. Dabei gaben Helga und Hartwig Günther Erläuterungen zum Grenzverlauf und stellten alte Grenzsteine vor.
BZ vom 23.08.2021
Wegewart Heinz Schemel (rechts) und Wegepate Siegfried Maier. Foto: Franz Kaiser117,5 Kilometer Wanderwege stets im Blick
Von Christiane Sahli
Insgesamt 117,5 Kilometer Wanderwege betreuen die Freiwilligen des Schwarzwaldvereins Bernau. Sie sorgen dafür, dass die Wanderer immer den richtigen Weg zum Ziel finden.
Seit langem schon betreuen die Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins die örtlichen Wanderwege. In Bernau waren bislang neben dem Wegewart des Ortsvereins zwei Mitarbeiter des Gemeindebauhofes mit der Markierung der Wege befasst. Dies hat sich inzwischen geändert, die Aufgabe liegt nun allein in Händen des Bernauer Schwarzwaldvereins. Wegewart Heinz Schemel und ein vierköpfiges Team zeichnen nun für die Wegemarkierung verantwortlich.
Schon seit Jahrzehnten werden die örtlichen Wanderwege von den Ortsvereinen des Schwarzwaldvereins beschildert, anfangs hatte jeder Ortsverein seine eigenen Wegemarkierungen. Das änderte sich vor 20 Jahren, als vom Schwarzwaldverein-Hauptverein die einheitliche Beschilderung mit der gelben Raute eingeführt wurde.
Bernau verfügt über ein örtliches Wanderwegenetz von insgesamt 85 Kilometern Länge, beschildert mit der gelben Raute, hinzu kommen 24 Kilometer Albsteig und eine Etappe des Westweges (rote Raute) mit achteinhalb Kilometern, insgesamt müssen rund 117,5 Kilometer Wanderwege betreut werden. Zuständig waren dafür lange Jahre neben dem Wanderwart des Ortsvereins zwei für die Gemeinde tätige Waldarbeiter, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Franz Kaiser.
Der Wegewart war dabei für die Wege innerhalb des bebauten Gebietes zuständig, für die anderen Wege die Waldarbeiter. Mit dem Einverständnis der Gemeinde Bernau nahmen sie die Aufgaben in der Wegebetreuung während ihrer Arbeitszeit wahr. Die finanzielle Regelung sah daher vor, dass die Gemeinde nur ein Drittel der von ihr an sich für die Wegemarkierung zu zahlenden Aufwandspauschale an den örtlichen Schwarzwaldverein abführte, zwei Drittel verblieben bei der Gemeinde.
Nach einem Personalwechsel bei der Gemeinde zeichnet der Ortsverein seit Beginn der diesjährigen Wandersaison allein für die Markierungsarbeiten verantwortlich, sagte Kaiser. Wegewart Schemel steht mit Siegfried Maier, Martin Thoma, Thomas Waßmer und dem Ortsvereinsvorsitzenden ein vierköpfiges Team zur Seite. Schemel selbst betreut den Albsteig, die Mitglieder seines Teams jeweils rund ein Viertel der örtlichen Wanderwege. Die Aufwandsentschädigung, 7,50 Euro pro Kilometer im Jahr, erhält nun der Schwarzwaldverein in vollem Umfang.
Mehrere Tage im Jahr sind die Wegebetreuer unterwegs, so Kaiser. Es gilt, die Beschilderung vor Beginn der Wandersaison zu kontrollieren und gegebenenfalls zu erneuern. Ein zweiter Kontrollgang erfolgt am Ende der Wandersaison, kurz bevor vertragsgemäß eine entsprechende Meldung an die Gemeinde erfolgt.
Und natürlich sind die Wegewarte auch immer wieder unterwegs, wenn es etwa Meldungen über beschädigte oder fehlende Schilder gibt. Aber nicht immer erweisen sich die Meldungen als zutreffend, es komme immer wieder vor, dass Schilder einfach übersehen und dann als fehlend gemeldet worden seien, so Kaiser. Auf eines wies der Vorsitzende noch hin: Die Verkehrssicherungspflicht liegt nicht beim Ortsverein, der nur für die Markierung zuständig ist, sondern bei der Kommune. Aber natürlich informieren die Wegebetreuer die Gemeindeverwaltung, wenn es Probleme geben sollte. Und er hob zudem die gute Zusammenarbeit mit der Touristinformation hervor.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die neue Regelung bewährt, so ein erstes Fazit von Kaiser.
BZ vom 19.07.2021
Generalversammlung am 10.07.2021 im Kurhaus
Deutlich kleiner als geplant ist das Wanderprogramm des Schwarzwaldvereins Bernau im vergangenen Jahr ausgefallen.
Zu tun hatten die Helfer des Schwarzwaldvereins Bernau 2020 dennoch viel.
Mit nahezu viermonatiger Verzögerung konnte der Schwarzwaldverein im Kurhaus seine diesjährige Mitgliederversammlung abhalten. Im Mittelpunkt standen die Ehrung langjähriger Mitglieder und eine Satzungsänderung. Nicht einverstanden zeigte sich der Ortsverein mit der durch die Gemeinde vorgesehenen Auflösung des Naturlehrpfades am Herzogenhorn. Den Plan der Gemeinde kritisierte Naturschutzwartin Helga Günther. Der Schwarzwaldverein werde sich für einen Fortbestand einsetzen, betonte Vorsitzender Franz Kaiser. Über den Naturlehrpfad müsse man noch einmal diskutieren, sagte Bürgermeisterstellvertreter Matthias Schweizer. Vielleicht sei man im Gemeinderat von falschen Voraussetzungen ausgegangen.
Der aktive Verein konnte 2020 nur ein eingeschränktes Programm anbieten: Von 58 geplanten Wanderungen fanden nur 36 statt, sagte Wanderwart Peter Bauer. Die Bewirtung der Rot-Kreuz-Hütte war im Gegensatz zu diesem Jahr von Januar bis März noch möglich, so dass Kassenwart Dieter Götz trotz Corona-Krise noch von einer positiven Entwicklung berichten konnte. Dagegen mussten laut Hüttenwart Walter Baur elf Vermietungen abgesagt werden. Dennoch nahmen Arbeitseinsätze rund um die Hütte 154 Stunden in Anspruch, wobei sich der Rentnertrupp besonders einbrachte. Eine größere Investition erforderte eine vom Landratsamt angemahnte Dichtheitsprüfung der Klärgrube. Auch am Biotop im Großmoos arbeiteten die Vereinsmitglieder. Als Fachwarte für Kultur und Heimatpflege ist das Ehepaar Günther weiter auf der Suche nach innerörtlichen Grenzsteinen, die die früheren fünf Teilgemeinden voneinander trennten.
Sehr an gemeinsamen Aktivitäten, vor allem für Jugendliche, sei der Schwarzwaldverein St. Blasien interessiert, sagten dessen beiden neuen Vorsitzenden Martin Maier und Wolfgang Weber.
Beschlüsse: Einstimmig wurde die Satzung geändert. Künftig kann es bis zu drei gleichberechtigte Vorsitzende geben. Der Verein heißt jetzt Schwarzwaldverein Bernau, auf den Ausdruck Ortsgruppe wird verzichtet.
Ehrungen: Max Baur (60 Jahre), Edwin Baur (Unterlehen), Hans Baur, Robert Baur, Walter Baur, Wolfgang Köpfer, Berthold Leber, Josef Pschera (alle 50 Jahre), Hansjörg und Rita Köpfer und Ingeborg Logemann (alle 40 Jahre), Markus Eckmann, Stefan Kaiser und Inge Regele (alle 25 Jahre).
BZ vom 30.10.2020
Generalversammlung im Gästehaus Bernau-Kaiserhaus
Der Schwarzwaldverein Bernau geht mit unveränderter Vorstandschaft in die nächsten drei Jahre. Dies ergaben die Wahlen anlässlich der Mitgliederversammlung im Gästehaus Bernau. Wegen der Corona-Pandemie war diese um sieben Monate verschoben worden.
Schwarzwaldweit wurden die Ortsgruppen per Beschluss der Hauptversammlung in Konstanz in Ortsvereine umbenannt. Eine umfangreiche Satzungsänderung auf Ortsebene soll bis zur nächsten Generalversamlung vorgestellt und beschlossen werden.
Insgesamt hat der Ortsverein 124 Kilometer Wanderwege zu betreuen, darunter fallen auch die Fernwanderwege Westweg und Albsteig und mit der blauen Raute ausgeschilderte Regionalwege. Auf örtlicher Ebene (gelbe Raute) sind es derzeit 85 Kilometer, wie Wegewart Heinz Schemel erläuterte. Verärgert zeigte er sich über den Diebstahl von Wegezeichen. Am Albsteig mussten 14 abgeschraubte Schilder ersetzt werden. Zeitweise gesperrt war der Hochtalsteig wegen Sturmschäden.
Wanderwart Peter Bauer stellte die Wanderstatistik für 2019 vor mit Heide Gulich als fleißigste Teilnehmerin. An den 64 Wanderungen mit 500 Wanderkilometern haben 835 Personen, davon 202 verschiedene teilgenommen. Sechzehn Wanderführer und Wanderführerinnen waren im Einsatz.
Aus dem Fachbereich Naturschutz berichtete Helga Günther für den verstorbenen Naturschutzwart Roland Seichter über einen Biotopeinsatz im Großmoos, Ortsteil Oberlehen. Für den Hauptverein hat das Ehepaar Günther die Weidbuchen in Bernau kartiert und einen Fundus von 380 Bilder gesammelt. Eine Auswahl von prächtigen Aufnahmen stellten die beiden im Anschluss an die Versammlung vor. Petra Quermann-Weber war wiederum viele Stunden im Kampf gegen das Indische Springkraut aktiv, wobei sie mittlerweile erfreuliche Erfolge vorweisen kann.
Über die Hüttenbelegung und die damit verbundenen Einsätze berichtete Walter Baur. Sorgen bereiten die neuen Corona-Auflagen, über die die Vorstandschaft demnächst beraten will.
Den Dank der Gemeinde für die ehrenamtlichen Tätigkeiten des Vereins überbrachte Bürgermeister Alexander Schönemann, der die große Bandbreite an Fachbereichen des Vereins hervorhob. Er wünschte dem Schwarzwaldverein, den er als Bereicherung für Bernau bezeichnete, einen Zulauf von neuen Mitgliedern, die durch die derzeitige Pandemie vermehrt den Weg in die Natur finden.
Wahlergebnisse: Vorsitzender Franz Kaiser, stellvertretender Vorsitzender Peter Schlachter, Schriftführer und Chronist: Joachim Kaiser, Kassenwart. Dieter Götz, Wanderwart: Peter Bauer, Wegewart: Heinz Schemel, Fachwartin für Kultur und Heimatpflege und Naturschutzwartin (neu): Helga Günther (für Roland Seichter), Fachwartin für Öffentlichkeitsarbeit: Elisabeth Kaiser, Hüttenwart: Walter Baur, stellvertretender Hüttenwart: Helmut Maier, Hüttenwirt: Werner Steiger (alle wie bisher).
Ehrungen: Annamaria Baur (Ehrenzeichen für 70 Jahre); Prof. Dr. Kurt Gönner, Herbert Schönemann, Kurt und Ursula Fritz, Manfred und Agathe Baur, Erika Baur, Diether und Christel Keßler, Gerhard Sailer (alle 40 Jahre); Horst Mossack, Hartwig und Helga Günther, Bernd Kaiser, Markus und Monika Kistler (alle 25 Jahre)
Deutsches Wanderabzeichen in Bronze: Willi Glück und Waltraud Ebner-Glück; Michael und Heidi Sell
Mitgliederzahl 375 (zum 01.01. 2020)
BZ vom 17.07.2020 von Christiane Sahli
Der kleine, knapp einen halben Meter hohe Kuhbusch ist zwischen 30 und 50 Jahre alt, erläutert Peter Lutz (vorne). Helga und Hartwig Günther haben die Weidbuchen in Bernau kartiert. Foto: Christiane SahliSchwarzwaldverein kartiert Weidbuchen in Bernau
Helga und Hartwig Günther haben ehrenamtlich die Darstellung des Bestandes übernommen und rund 200 Standorte mit mehr als 500 bis 600 einzelnen Bäumen erfasst.
Seit dem Jahr 2006 kartiert der Schwarzwaldverein die Weidbuchen im Südschwarzwald, die Kartierung soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Weidbuchen sind auf den Weidfeldern im Südschwarzwald, auf denen die Bauern seit Jahrhunderten ihr Vieh weiden lassen, zu finden. Mit Unterstützung des Naturparks Südschwarzwald und des Biosphärengebietes ist der Schwarzwaldverein damit befasst, die bis zu 250 Jahre alten Weidbuchen im Südschwarzwald von Oberried bis ins Wiesental, in Bernau, Menzenschwand, Dachsberg und dem Hotzenwald zu kartieren, sagt Peter Lutz, Naturschutzreferent des Hauptvereins.
Weidbuchen in ihrer heutigen Form entstehen dadurch, dass die auf den Weiden wachsenden Jungbäume immer wieder von Rindern verbissen werden. Dicht über dem Boden treibt der junge Baum zu den Seiten wieder aus, es entsteht ein sogenannter Kuhbusch. Ein Vorgang, der sich über Jahre und Jahrzehnte wiederholt. Bäume, die nur eine Höhe von einem halben Meter haben, können schon bis zu 50 Jahre alt sein, zeigte Lutz an einem Beispiel. Nach Jahrzehnten erreichen die Bäume eine Höhe und Breite, dass die Rinder die Mitte des Kuhbusches nicht mehr erreichen können. Dann streben die Triebe nach oben, nach und nach schaffen es immer mehr der kleinen Triebe, nach oben durchzukommen.
Dadurch entstehen Bäume mit mehreren Stämmen aus einer Wurzel, bei ihrer Kartierung hat Helga Günther 24 Stämmen eines einzigen Baumes gezählt. Und noch eines zeichnet die großen Weidbuchen, die unter anderem auch Flechten und Moosen einen Lebensraum bieten, aus: Sie sehen im unteren Bereich aus wie abgeschnitten, da die Rinder die erreichbaren Triebe und Blätter abfressen. Und dadurch, dass die Weidbuchen auf dem freien Feld mehr Platz als die Bäume im Wald haben, entwickeln sie meist eine kugelähnliche Form.
Kartiert werden konnten im Südschwarzwald seit 2006 rund 2000 Standorte mit mindestens 10 000 Bäumen. In Bernau haben die Günthers inzwischen 200 Standorte, teilweise mit zahlreichen Bäumen, aufgenommen, insgesamt mindestens 500 bis 600 einzelne Bäume. Bis Ende des Jahres soll die Kartierung im gesamten Südschwarzwald abgeschlossen sein. Die Ergebnisse sollen Naturpark und Biosphärengebiet zur Verfügung gestellt werden, sie sollen aber auch öffentlich zugänglich und Grundlage für Zukünftiges sein, sagte Lutz. Und auch Gespräche mit Weidewarten und anderen für die Weiden Verantwortlichen soll es geben. Denn die Offenhaltung der Landschaft mit dem Erhalt der Weidbuchen auf den Weidefeldern unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer ganz einfach.

BZ vom 03.07.2020
Zahlreiche Wanderwege führen über die Gemarkung Bernau. Dafür, dass sich niemand verläuft, sorgt die Ortsgruppe des SchwarzwaldvereinMehr Geld für die Pflege der Wege
Erhöhung der Pauschale für den Schwarzwaldverein Bernau.
Die Ortsgruppe Bernau des Schwarzwaldvereins bekommt mehr Geld für die Betreuung der Wanderwege. Dafür sprach sich der Bernauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung geschlossen aus. 637,50 Euro werden künftig jährlich an die Ehrenamtlichen ausgezahlt.
Berechnet wird die Summe anhand der Wegkilometer, die der Schwarzwaldverein betreut. 85 Kilometer sind das inzwischen auf der Gemarkung Bernau, wie Bürgermeister Alexander Schönemann erklärte. Pro Kilometer empfiehlt der Hauptverein eine Pauschale von 10 Euro. Man habe sich allerdings mit der Ortsgruppe Bernau auf einen Betrag von 7,50 Euro pro Kilometer geeinigt, sagte der Bürgermeister. Weitere 2,20 Euro plus Steuern gehen nämlich an den Hauptverein, der mit seiner Website und Wandertipps auch Arbeit leistet, die der Gemeinde zugutekommt.
Trotz dieser Einigung liegt eine große Differenz zwischen den 637,50 Euro, die der Schwarzwaldverein künftig erhalten wird, und den 154 Euro, die die Gemeinde bisher bezahlt hat. Außer den Wegkilometern, die von bisher 77 auf 85 angewachsen sind, liege das auch an einer speziellen Form der bisherigen Regelung, erläuterte Alexander Schönemann. Von 2002 an habe die Gemeinde nur ein Drittel der damals vorgeschlagenen Kilometerpauschale – also 2 Euro – an den Schwarzwaldverein ausgezahlt, weil die Waldarbeiter viel bei der Wegeunterhaltung mitgeholfen hätten. Diese hätten nun andere Schwerpunkte und könnten die Wegpflege nicht mehr im bisherigen Ausmaß übernehmen, erklärte der Bürgermeister. Der Sprung erscheine zwar im ersten Moment sehr groß, aber es seien schließlich 20 Jahre vergangen, betonte er. Zudem präsentiere sich Bernau touristisch vor allem als Wanderort, und der Schwarzwaldverein mache die Wegpflege super, dies solle auch vergütet werden.
„Es wird immer schwieriger, Wegwarte zu finden, die mit dem eigenen Fahrzeug und eigenem Werkzeug umeinanderfahren“, verdeutlichte Franz Kaiser, Vorsitzender der Ortsgruppe Bernau, das große Engagement, das die Freiwilligen des Schwarzwaldvereins für die Pflege der Wanderwege aufbringen.
Dass dieses Engagement durchaus wahrgenommen wird, betonten mehrere Gemeinderäte: „Die Beschilderung hier im Ort ist hervorragend“, lobte etwa Manfred Franz. „80 Kilometer Wanderwege auf Bernauer Gemarkung, das sind Hunderte von Schildern, und alle sind gut gepflegt, das ist viel Arbeit“, sagte auch Friedhelm Bork. Liane Schmidt berichtete von ihren Kontakten mit Feriengästen, die immer positive Rückmeldungen zur Beschilderung der Wanderwege geben, und Hansjörg Klesse schließlich betonte, dass der Betrag nicht hoch sei im Verhältnis zur geleisteten Arbeit, von der schließlich auch der Tourismus profitiere.
BZ vom 19.11.2019
Wandersaison geht zu Ende – Fleißige Wanderer geehrt
Winterliche Impressionen genossen die Teilnehmer an der Abschlusswanderung des Schwarzwaldvereins, die unter der Führung von Paul Köpfer und Michael Vatter durch den Wald am Roten Kreuz führte. Zurück in der warmen Rot-Kreuz-Hütte, in der Helga Günther und Elisabeth Kaiser eine Kaffeestube vorbereitet hatten, verkündete Wanderwart Peter Bauer die Statistik über das Wanderjahr.
Insgesamt hatte der Verein 63 Wanderungen organisiert (15 Ganztagestouren und 48 Halbtagswanderungen), sieben waren dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen. 821 Teilnehmer wurden gezählt.
Als Wanderführer waren 17 Personen, nämlich Heide Hornung, Paul Köpfer, Franz Kaiser, Herbert Meyer, Helga Günther, Irmgard Baur, Peter Bauer, Helmut Maier, Heide Gulich, Rolf Schmidt, Willi Glück, Liane Schmidt, Joseph Behringer, Stefan Kaiser, Alexander Schönemann, Ursel Oberbichler und Michael Vatter im Einsatz. Besonders hervorgehoben wurden die zehn Wanderer, die am häufigsten teilgenommen hatten:
Mit einem Geschenk bedacht wurde Heide Gulich (50 Wanderungen).
Sandra Mittermaier von der Touristinformation bedankte sich im Auftrag von Bürgermeister Schönemann beim Schwarzwaldverein für seinen großen Beitrag zum Veranstaltungsprogramm. Viele Gäste nutzten den Wanderplan des Vereins auch als Ideengeber für eigene Unternehmungen. Wenn nun auch das offizielle Wanderprogramm beendet sei, werde es weitere Unternehmungen geben, sagte Vereinsvorsitzender Franz Kaiser. Denn je nach Witterung und Zustand der Wege wird auch künftig jeweils am Mittwoch unter der Regie von Heide Hornung eine Wanderung stattfinden. Treffpunkt ist jeweils um 13 Uhr am Wanderparkplatz Spitzenberg.
BZ vom 19.03.2019
Bei der Hauptversammlung des Schwarzwaldvereins Bernau geehrte Mitglieder (von links): Bärbel Kaiser, Heide Hornung, Helmut und Karin Maier, Martin Sahner, Siegfried Maier, Helga Günther, Hanspeter Kaiser und Martin Albiez. Foto: Franz KaiserGeneralversammlung am 16.03.2019 im Kurhaus
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr
Zum 120-jährigen Bestehen des Schwarzwaldvereins Bernau erreichen Anzahl der Wanderungen und der Teilnehmer Rekordniveau.
Der Rückblick auf das 120-jährige Bestehen stand im Mittelpunkt bei der Hauptversammlung des Bernauer Schwarzwaldvereins im Kurhaus. Die Berichte der Fachwarte zeugten darüber hinaus von einer regen Vereinstätigkeit in vielen Bereichen. Auch wurden verdiente Mitglieder vom Vorsitzenden Franz Kaiser ausgezeichnet.
Die Einrichtungen der Ortsgruppe Bernau der Öffentlichkeit zu präsentieren, war ein zentrales Ziel im Jubiläumsjahr. So wurden Informationstafeln an der Artur-Schweizer-Hütte auf dem Blößling und am Doldinger-Felsen am Kaiserberg angebracht und bei Wanderungen präsentiert. Ein weiteres Ziel war der Pavillon am Köpfle mit seinem neuen Dach. Anders als geplant rückte der Hans-Thoma-Weg zur Krunkelbachhütte in den Blickpunkt. Nach den Unwetterschäden durch Sturmtief Burglind war er derart in Mitleidenschaft gezogen, dass Wegewart Heinz Schemel den Bauhof mit einem Bagger zu Hilfe rufen musste. Zentrale Veranstaltung aber war das Waldfest an der vereinseigenen Rot-Kreuz-Hütte mit Musik, Grußworten und Ehrungen.
Als besondere Aktion liefen über das ganze Jahr hinweg Jubiläumswanderungen unter dem Titel „Zwölf mal zehn durch Bernau“, die den Teilnehmern das gesamte Hochtal vorstellten. Als Teilnehmer mit den meisten Wanderungen (je elf) erhielten Helga Günther, Heide Gulich sowie das Ehepaar Heidi und Michael Sell Schnuppertickets für den öffentlichen Nahverkehr im gesamten Kreis Waldshut. Unter allen Teilnehmern wurde ein Baden-Württemberg-Ticket verlost. Der glückliche Gewinner war Markus Maier.
Aus seiner Statistik berichtete Wanderwart Peter Bauer. Die erfreuliche Tendenz halte an. Sowohl die Anzahl der Wanderungen als auch diejenige der Teilnehmer hätten Rekordwerte erreicht. 1358 Wanderer haben zusammen rund 8000 Kilometer erwandert. Im Durchschnitt hatten sich 16 Wanderer an den 88 Touren beteiligt. Diese setzten sich neben den regulären Wanderungen aus je zwölf Jubiläums- und Winterwanderungen und zehn Seniorenwanderungen zusammen. Fortgesetzt wurde auch das Projekt „Zum Museum wandern“ mit sechs Museums- und Atelierbesuchen. Bauer dankte den 15 Wanderführern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.
Erfolgreich verlief wiederum die Hüttenbewirtung über den Winter hinweg. Mehr als dreißig Mitglieder hatten sich hierfür zur Verfügung gestellt. Hüttenwart Walter Baur berichtete darüber hinaus von 21 Vermietungen im Sommerhalbjahr und sechs Arbeitseinsätzen. Sein Stellvertreter Helmut Maier habe an der Hütte eine stabile Sitzgruppe geschaffen.
Für den verhinderten Naturschutzwart Roland Seichter verlas der Stellvertretende Vorsitzende Peter Schlachter den Bericht. Bei der Aktion „Saubere Landschaft“ habe man zusammen mit der Bergwacht und der Jugendfeuerwehr 35 Säcke und damit etwa eine Tonne Unrat eingesammelt. Sehr erfolgreich verlaufe der Kampf gegen das Indische Springkraut, für den in vorderster Front Petra Quermann-Weber stehe. Wegewart Heinz Schemel und sein Helfer Siegfried Maier betreuen 117 Kilometer beschilderte Wege. Aus ihrer Arbeit als Fachwartin für Kultur und Heimatpflege berichtete Helga Günther. So sei das Buch über die recherchierten Kreuze in Bernau erschienen und liege nun bereits in einer zweiten Auflage vor. Kassenwart Dieter Götz konnte von einem erfreulichen Abschluss berichten, zu dem das Waldfest und die Hüttenbewirtung beigetragen hätten.
Ehe er die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft erwirkte, überbrachte Bürgermeister Alexander Schönemann den Dank der Gemeinde. Schönemann wird die Tradition seines Vorgängers Rolf Schmidt fortsetzen und sich in die Ortsgruppe als Wanderführer einbringen.
Ehrungen: Seit 25 Jahren sind Mitglied: Karsten Sailer, Dr. Erika Becker, Theo und Petra Stoll, Ruedi und Verena Hasler, Helmut und Karin Maier, Christine Platz und Mario Reinhard
40 Jahre gehören dem Verein an: Erika Maier, Martin Sahner, Rudolf Schmidt, Anke Kiefer, Hanspeter und Bärbel Kaiser sowie Rolf und Maria Finkbeiner.
Ehrenzeichen in Bronze: Martin Albiez für seinen Einsatz für die Rot-Kreuz-Hütte, Siegfried Maier für seine Verdienste um die Wegemarkierung und den Naturschutz, Helga Günther für ihren Einsatz in der Kultur und Heimatpflege, für den Naturschutz und als Wanderführerin, Heide Hornung für ihre Verdienste als Wanderführerin.
BZ 12.11.2018

Abschlusswanderung 2018
Mittwochs soll weiterhin gewandert werden
Der Schwarzwaldverein Bernau macht eine Abschlusswanderung, will aber, wenn es das Wetter erlaubt, auch im Winter unterwegs sein.
Mit einer kleinen Wanderung am Roten Kreuz unter der Führung von Paul Köpfer beschloss der Schwarzwaldverein Bernau vorläufig die Wandersaison 2018. Das Ehepaar Schemel und Wanderwart Peter Bauer hatten derweil für eine heimelige Atmosphäre in der Rot-Kreuz-Hütte gesorgt, wo die Wanderer anschließend in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen. Bauer stellte dabei die aktuelle Statistik vor.
Mit Stolz könne der Verein in seinem Jubiläumsjahr auf neue Rekorde verweisen. An den 84 Wanderungen, davon 17 Tagestouren, hatten sich 1295 Wanderer beteiligt. Die Gesamtstrecke aller Touren beläuft sich auf 754 Kilometer. Fünfzehn Wanderführer waren neben Wanderwart Peter Bauer im Einsatz: Irmgard Baur, Joseph Behringer, Helga Günther, Heide Gulich, Heide Hornung, Franz Kaiser, Paul Köpfer, Ulrich Lentmaier, Herbert Meyer, Ursel Oberbichler, Heinz Schemel, Oliver Schilling, Liane Schmidt und Rolf Schmidt.
Als fleißigste Teilnehmerinnen hob der Wanderwart besonders Heide Gulich (59 Teilnahmen), Heide Hornung (55) und Hildegund Hirt (46) hervor. Es folgen Franz Kaiser, Siegfried Sailer, Herbert Meyer und Ursula Haselwander mit jeweils mehr als 30 Wanderungen.
Die Wanderführer erhielten als Zeichen des Dankes und der Anerkennung aus der Hand des mittlerweile dazugestoßenen Bürgermeisters Alexander Schönemann und des Vereinsvorsitzenden Franz Kaiser kleine Präsente. Schönemann dankte dem Schwarzwaldverein für seinen wertvollen Beitrag zum Veranstaltungsprogramm in Bernau. Als begeisterter Wanderer wolle er sich künftig auch mit einbringen.
Vorsitzender Kaiser wiederum bedankte sich bei der Gemeinde, insbesondere der Touristinformation, für die Unterstützung während des gesamten Wanderjahres. Sein Dank galt auch der Fachwartin für Kultur und Heimatpflege, Helga Günther, die zusammen mit ihrem Ehemann einen Band unter dem Titel „Grüß Gott im Bernauer Hochtal“ herausgegeben hat, der umfangreich über Kreuze aller Art im Ort informiert und der ab sofort in der Touristinformation erworben werden kann.
Abschließend informierte der Vorsitzende über weitere Termine, die in diesem Jahr noch anstehen. Am 28. November gibt es eine Museumswanderung in der Schweiz von Turgi nach Baden zu einer Ausstellung französischer Impressionisten. Am 2. Dezember steht die letzte Wanderung der Reihe „12 mal 10 durch Bernau“ an, die der Bernauer Weihnachtstour gewidmet ist. Eine weitere Museumswanderung hat am 19. Dezember die Ausstellung „Die Brücke“ in Baden-Baden zum Ziel.
Bei geeigneter Witterung und je nach Zustand der Wanderwege sollen auch weiterhin Mittwochswanderungen stattfinden. Als Ansprechpartnerin steht Heide Hornung zur Verfügung, Tel. 07675/1200 oder 0172/7837152. Treffpunkt ist jeweils um 13 Uhr am Wanderparkplatz im Sportzentrum Spitzenberg. Der Wanderplan für 2019 soll am 4. Dezember erstellt werden.
BZ vom 06.09.2018

Schwarzwaldverein und Bauhof bringen den beschädigten Hans-Thoma-Weg, über den auch der Albsteig verläuft, in Schuss.
Arg in Mitleidenschaft gezogen wurde der Hans-Thoma-Weg durch das Unwetter Anfang Januar und weitere Starkregenfälle im Laufe des Jahres. Über diesen Weg verläuft vom Ortsteil Dorf über den Milchberg zur Krunkelbachhütte und weiter zum Herzogenhorn der neue Albsteig. Die Ortsgruppen-Wegewarte des Schwarzwaldvereins sind nun mit Unterstützung des Bauhofes dabei, den Weg wieder in einen guten Zustand zu versetzen.
Der schmale Pfad war auf Initiative des früheren Schwarzwaldvereins-Vorsitzenden, Schulleiter Richard Berthold, geplant und 1927 seiner Bestimmung übergeben worden. Ein Pressebericht über die Einweihungsfeierlichkeiten findet sich in der Chronik des örtlichen Schwarzwaldvereins. Darin heißt es:
„Am Sonntag, den 21. August, fand das Einweihungsfest statt[…] Zwei stattliche Musikkapellen, Kapelle Bregger vom Innertal und Kapelle Beringer vom Außertal, gaben dem Festzug nach dem prächtig gelegenen Scheibenfelsen das Geleite. Es war ein imposanter Anblick, wie etwa 400 bis 500 Teilnehmer in langer Reihe auf dem neuen Pfad den Berg hinanstiegen.
Auf dem über dem weiten Wiesental thronenden, von den bewaldeten Bergen umsäumten Festplatz, dessen Aussicht im Süden die Alpenkette begrenzt, begann ein frohes Treiben, ja, es entwickelte sich in zwangloser Weise ein rechtes Heimat- und Volksfest. Die vortrefflich geschulten Musikkapellen leiteten die Feier ein und lösten sich ab mit den Darbietungen des Bernauer Gesangvereins Liederkranz. Drei weißgekleidete Mädchen trugen einen Prolog vor. Das reichhaltige Programm wurde ergänzt mit frischen Heimatliedern der Schulkinder. Inmitten des blühenden Heidekrautes wurden frohe Reigen aufgeführt. Mit flotten Liedern erfreute die Gesangsabteilung der Ortsgruppe Todtnau, die zahlreich erschienen war.
Gemeinderat Eusebius Schmid begrüßte als 1. Vorsitzender die große Schar der Zuhörer. Er übergab redegewandt den Weg, den er als das Werk seines Vorgängers, des Hauptlehrers Berthold bezeichnete, der Öffentlichkeit zu fleißiger Benützung und empfahl ihn dem Schutze der Wanderwelt. Dank hatte er zu sagen der Gemeinde Bernau, dem Hauptverein des Bad. Schwarzwaldvereins, dem Forstamt St. Blasien, der Gemeinde Menzenschwand und den privaten Grundeigentümern, die alle zum Gelingen des herrlichen Werkes beigetragen haben. Sein Schlußwort und Waldheil fand begeisterten Beifall.
Auf Aussprüche Hans Thomas, des größten Bernauer Sohnes zurückgreifend, setzte Pfarrer Schweizer in seiner poesievollen Festrede den begeisterten Zuhörern die Beziehungen des Menschen zur Natur auseinander. Ein vielhundertstimmiges Waldheil klang am Ende seiner Rede ins Tal hinab. Anschließend überbrachte der Präsident des Bad. Schwarzwaldvereins die Glückwünsche und den Dank des Hauptvereins, die freudig angenommen wurden. Bei Musik und Gesang war man nach dem Abstieg in den freundlichen Gasthäusern noch lange zusammen. Zum Lob und zur Anerkennung der kleinen Bernauer Ortsgruppe darf gesagt werden, daß die gesamte Feier einen überaus würdigen Verlauf nahm und als ein voller Erfolg angesehen werden muß. Waldheil!“
Zur Erinnerung an Richard Berthold hat die Ortsgruppe Bernau an der Viehtränke auf dem Weidberg in der Nähe der Krunkelbachhütte, dem „Bertholdbrunnen“, vor zehn Jahren zu ihrem 110-jährigen Bestehen eine Gedenktafel angebracht. Auch informiert eine Tafel am Beginn des Hans-Thoma-Weges über die Entstehung des beliebten Wanderpfades.
Seit Tagen nun sind die Ortsgruppen-Wegewarte Heinz Schemel und Siegfried Maier mit tatkräftiger Unterstützung von Bauhofmitarbeiter Andreas Baur und einem kleinen Bagger damit beschäftigt, den Weg wieder in einen guten Zustand zu versetzen.
BZ vom 10.07.2018
Ehrungen beim 120-jährigen Jubiläum am 01.07.2018
Beim Fest zum 120-jährigen Bestehen des Schwarzwaldvereins Bernau nutzte der Vorsitzende Franz Kaiser die Gelegenheit, um in würdigem Rahmen einige Ehrungen nachzuholen. Die jeweils Geehrten konnten bei der Hauptversammlung des Vereins im März nicht dabei sein. Geehrt wurden Mechthild und Thomas Wagner aus Todmoos für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit mit dem silbernen Treuezeichen. Bereits 40 Jahre haben Rainer Kellermann aus Mönchengladbach und Norbert Goos dem Verein die Treue gehalten. Das Ehrenzeichen in Bronze bekam Petra Quermann-Weber für ihren Einsatz im Kampf gegen das indische Springkraut. Joachim Kaiser, Chronist der Ortsgruppe, sowie Walter Baur, Paul Köpfer und Ralf Finkbeiner wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
BZ vom 02.07.2018
Seit 120 Jahren engagiert
Schwarzwaldverein Bernau feiert sein Jubiläum mit einem Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte.
Der Schwarzwaldverein Bernau hat sein 120-jähriges Bestehen an diesem Wochenende mit einem Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte gefeiert. Mitglieder zahlreicher anderer Ortsgruppen wanderten zum Festplatz, um den Jubilaren die Ehre zu geben.
Los ging es bereits am Samstag um 16 Uhr mit einem Feierabendhock. Am Sonntag wurde im Festzelt vor der Hütte ab 11.30 Uhr bewirtet, so dass sich die herbeigewanderten Gäste entsprechend stärken konnten. Die „Naturparkhörner Bernau“ sorgten ebenso wie die Blaskapelle „Mengmol“ für die musikalische Unterhaltung.
Der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Bernau, Franz Kaiser, nutzte die Gelegenheit, um einige hohe Ehrungen an Vereinsmitglieder auszusprechen (wir werden noch berichten). Und auch Rainer Feudel, Bezirksvorsitzender Hochrhein des Schwarzwaldvereins und Vorsitzender der Ortsgruppe Waldshut-Tiengen, war zur Rot-Kreuz-Hütte gekommen, um das Engagement der Bernauer Ortsgruppe zu würdigen. „Ihr seid ein sehr aktiver Verein, hier gibt es keine Auflösungsprobleme“, betonte er in seinem Grußwort und wünschte noch viele erfolgreiche Jahre.
Die Gäste des Vereins von nah und fern ließen es sich derweil mit Gegrilltem, kühlen Getränken und selbstgebackenem Kuchen gut gehen, während sie die grandiose Aussicht von der Rot-Kreuz-Hütte hinab ins Tal bewunderten und den Musikern lauschten. Wer schon einen langen Anmarsch hinter sich hatte, freute sich umso mehr über die gute Verkehrsanbindung der Hütte: nach kurzem Weg bergab gibt es eine öffentliche Bushaltestelle, die Mitglieder des Ortsvereins hatten auch die Abfahrzeiten parat.



BZ vom 26.06.2018
In diesem Jahr wird der Schwarzwaldverein Bernau 120 Jahre alt. Das feiert er unter anderem mit einer Reihe von Jubiläumswanderungen, im Bild die Teilnehmer einer Wanderung am Hofeck mit Blick zum Herzogenhorn. Foto: Franz KaiserMit 120 Jahren immer noch gut zu Fuß
Der Schwarzwaldverein Bernau feiert in diesem Jahr sein Jubiläum / Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte am Wochenende.
In diesem Jahr wird der Schwarzwaldverein Bernau 120 Jahre alt. Die Ortsgruppe begeht dieses Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen, die sich über das ganze Jahr erstrecken.
Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es unter dem Motto „12 mal 10 durch Bernau“ eine zehn Kilometer lange geführte Wanderung ausschließlich auf Bernauer Gebiet. Für die häufigste Teilnahme ist ein Preis ausgesetzt. Eine weitere Jubiläumswanderung findet am Mittwoch, 15. August, zum Blößling statt, wo sich die Gedenkstätte des Vereins für die verstorbenen Mitglieder befindet.
Auch weitere Einrichtungen aus der Geschichte der Ortsgruppe wie der Doldinger-Felsen, der Berthold-Brunnen und der Pavillon am Köpfle werden im Rahmen der Jubiläumswanderungen besucht und wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Dabei gibt es auch immer wieder die Gelegenheit, auf das System der Wegebeschilderung hinzuweisen, die in der Hand des Schwarzwaldvereins liegt. Zuletzt war man mit der Einrichtung des Albsteigs betraut.
Die Vereinschronik benennt den 19. September 1898 als Gründungsdatum des „Schwarzwald- und Verschönerungsvereins“ in Bernau. Insbesondere Gastronomen zählten zu den Förderern des Vereins, der den Fremdenverkehr im Tal ankurbeln sollte. Im Gasthaus Rößle verfügte man noch vor dem Ersten Weltkrieg über ein eigenes „Sektionszimmer“. Auch Hans Thoma bekundete dem Schwarzwaldverein gegenüber große Sympathien, die sich 1911 im Besuch einer Versammlung und in einer ansehnlichen Geldspende äußerten.
Einen erheblichen Einschnitt verursachte der Erste Weltkrieg, der die Vereinsarbeit zum Erliegen brachte. Erst 1921 wurde durch Hauptlehrer Berthold die Ortsgruppe zu neuem Leben erweckt. Seit 1926 gehört der von privater Seite errichtete Pavillon auf dem Köpfle zum Betätigungsfeld, den der Verein 1955 und 1988 grundlegend erneuert hat. Im vergangenen Jahr erhielt das kleine Gebäude ein neues Dach.
Bis 1927 richtete der Schwarzwaldverein die Skifeste im Tal aus und darf sich somit als Vorläufer der Skizunft Bernau fühlen, die in jenem Jahr gegründet wurde. Im gleichen Jahr wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Hans-Thoma-Weg vom Dorf zum Herzogenhorn eingeweiht. In den 1930er Jahren leistete Bezirkswegewart Leopold Doldinger eine große Pionierarbeit im Ort, indem er nicht nur ein Netz von Wanderwegen erarbeitete, sondern dafür auch die notwendige Beschilderung eigenhändig vornahm. Ihm zu Ehren wurde 1938 der Doldingerfelsen am Kaiserberg eingerichtet. Seit zehn Jahren ist Enkel Klaus Doldinger, der international bekannte Saxophonist und Komponist, Ehrenmitglied des Vereins.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Verein wieder neu auf die Beine gestellt werden. In den 1960er Jahren begann die Zeit der geführten Wanderungen, die der Ortsgruppe neue Mitglieder bescherten. Von 1976 bis 1995 richtete man Volkswandertage aus, die einen großen Anklang fanden. Aus dem Erlös und mit viel Eigenleistung wurde der Kinderspielplatz Tannengrund errichtet.
Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Bau der vereinseigenen Rot-Kreuz-Hütte, die 1978 fertiggestellt wurde und somit in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert. Sie wird im Sommerhalbjahr vermietet und ist im Winter bewirtschaftet. Ein großer Erfolg waren die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen mit der Verleihung der „Eichendorff-Plakette“.
Zu den jüngsten Leistungen des Vereins gehört die Neubeschilderung aller Wanderwege im Rahmen der schwarzwaldweiten Neuordnung. Heute präsentiert sich der Schwarzwaldverein Bernau als lebendige Gemeinschaft, die mit zahlreichen Wanderführern ein umfangreiches Wanderprogramm für den ganzen Kurort gestaltet und darüber hinaus mit Aktionen zum Naturschutz und zur Heimatpflege einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft im heimatlichen Tal leistet.
Info: Zum Waldfest an der Rot-Kreuz-Hütte lädt der SWV Bernau am Wochenende 30. Juni/1. Juli ein. Es fängt am Samstag ab 16 Uhr mit einem Feierabendhock im Festzelt an. Am Sonntag beginnt es um 11.30 Uhr. Ab 13 Uhr unterhalten die Kapelle „Mengmol“ und die „Naturpark-Hörner Bernau“.
BZ vom 06.04.2018
Einen faszinierenden Einblick in die Arbeitsweise von Mechthild Ehmann und Conrad Schierenberg bekam die 24-köpfige Wandergruppe, die im Rahmen des Beiprogramms zur Bernauer Ausstellung „Zwischen Höll und Himmel“ einen Atelierbesuch in Happingen machte Foto: Karin Stöckl-SteinebrunnerEine Wandergruppe aus Bernau besuchte das Atelier von Conrad Schierenberg und Mechthild Ehmann in Dachsberger.
Eine 24-köpfige Gruppe besuchte im Rahmen des Beiprogramms zur aktuellen Ausstellung des Hans Thoma-Museums in Bernau „Zwischen Höll und Himmel“ das Atelier von Conrad Schierenberg und Mechthild Ehmann in Dachsberger-Happingen. Franz Kaiser, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Bernau, hatte die Gruppe bei strömendem Regen auf dem Waldpfad von Wolpadingen nach Happingen geführt.
Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Conrad Schierenberg im Ifar des alten Bauernhauses, in dem die beiden Künstler leben, teilte sich die Gruppe in zwei Teile. Ein Teil begab sich zum von der Straße abgewandten, überdachten Arbeitsplatz von Mechthild Ehmann, der andere besichtigte Schierenbergs kleinen, vom Ifar aus zugänglichen Atelierraum. Nach dem Standortwechsel der beiden Gruppen trafen sich alle wieder im Ifar, wo Schierenberg einige Kostproben seines literarischen Werkes zum Besten gab, bevor sich die Gruppe wieder auf den Rückweg zu den in Wolpadingen abgestellten Autos machte.
Fasziniert waren die Besucher von der Arbeitsweise Mechthild Ehmanns, die erläuterte, wie sie ihrem Werkstück zunächst mit der großen Flex zu Leibe rückt, die vor allem beim Werkstoff Glas zunächst noch sehr vagen Konturen anlegt, um dann nach und nach mit immer kleineren Schleifwerkzeugen in bis zu zwölf Abstufungen bis zur Form, die sie die ganze Zeit fertig im Kopf hat, und zur größten Herausforderung der vollkommen homogenen Oberfläche vorzudringen. Dabei, so Ehmann, sei die Arbeit in jedem Moment hoch spannend, denn das Glas könne jederzeit reißen. In ihrem Atelier hat sie eine solche Glasskulptur ausgestellt, die beim allerletzten Arbeitsgang im Innern einen Riss bekam.
Dieser wirkt zwar in dem durchsichtigen Objekt ausgesprochen reizvoll, aber das Werk ist dadurch unverkäuflich geworden, da es jederzeit weiter reißen und ganz zerspringen kann.
Mechthild Ehmann erläuterte, dass sie vom Werkstoff Stein her gekommen war, später auch Bronze und eben seit einiger Zeit auch Glas für sich entdeckt habe. Die Abstraktion ihrer Werke ist mit der Zeit gewachsen, angefangen hat sie figürlich, ausgehend vom menschlichen Akt, der ihr immer noch gedankliche Basis aller Formgebung ist. Ab und an macht sie auch heute noch Porträts, ihren abstrakten Werken indes wohnt ein ganz eigener Zauber inne, der zum Einen aus dem spielerischen Kontrast zwischen bewusst unbearbeitet belassenen Stellen und makellos glänzendem Schliff besteht, zum Anderen und ebenso wesentlich aber aus der Eleganz und Leichtigkeit ihrer Arbeiten, die daher rühren, dass sie lediglich eine Daumennagel große Auflagefläche besitzen und auf dieser frei drehbar sind.
Ebenso faszinierend für die Besucher war das Bekenntnis Conrad Schierenbergs, dass er immer versucht habe, Licht in seine Gemälde zu bringen. In unzähligen Ausformungen der wenigen je gleichen Motive konnten sie dieses Studium des Lichts anschaulich anhand der in Ifar und Atelier aufgehängten Stillleben und Porträts mitverfolgen. Zugleich war es ein Erlebnis, die Bemühungen Schierenbergs um Abstraktion mittels teilweise extrem pastosen Farbauftrags bei gleichzeitigem Erhalt der charakteristischen Merkmale der Gesichtszüge eines Porträtierten nachvollziehen zu können. Auch Schierenbergs Landschaften, durch kräftige Pinselschläge aufgebrochen, werden flächiger und sollen erst im Auge des Betrachters wieder zusammengesetzt werden. „Die Malerei ändert sich von Mal zu Mal, entwickelt sich automatisch immer weiter“, erklärt Schierenberg überzeugt, er könne in zwei Jahren mit Sicherheit nicht mehr das gleiche Bild malen wie heute.
Wie seine Malerei so kommen auch die Texte Conrad Schierenbergs aus dem Bauch respektive aus seinem Inneren, er schreibe nicht, „es“ schreibe sozusagen aus ihm heraus. Auf diese Weise sind in den letzten 15 Jahren, in denen er auch literarisch produktiv war, 481 Sonette entstanden, zahllose Limericks und andere Gedichtformen, aber auch Prosatexte. Am Ende des Atelierbesuchs las er für seine Gäste noch einige seiner spitzzüngigen alemannischen Unverschämtheiten und Schimpftiraden, aber auch nachdenkliche Verse über das Leben und die Liebe.
Zum Abschied bedankte sich Franz Kaiser für den informativen und zugleich vergnüglichen Nachmittag passend mit dem Wortspiel, es sei „So-nett“ gewesen im Hause Schierenberg und Ehmann in Happingen, und erinnerte die Wanderteilnehmer vor dem Aufbruch noch an die etwas ausgedehntere Lesung Schierenbergs anlässlich der Finissage am 1. Mai um 16 Uhr im Bernauer Museum.
BZ vom 27.03.2018
Die Geehrten des Schwarzwaldvereins Bernau: (vorne von links) Heinz Baur, Martina Wernet, Manfred Maier, Rosemarie und Paul Köpfer, (hinten von links) Franz Kaiser, Friedrich Wernet, Manfred Leber, Martin Thoma, Joachim Kaiser. Foto: Claudia RenkEhrungen mit einer Überraschung beim SWV Bernau
Vorsitzender Franz Kaiser ehrt langjährige Mitglieder und wird selbst unerwartet von der Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.
Bei den Ehrungen des Schwarzwaldvereins Bernau wies Franz Kaiser darauf hin, dass einige zu Ehrende nicht kommen konnten und daher beim Waldfest am 1. Juli in gebührendem Rahmen ihre Urkunden erhalten sollen.
Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Heinz Bauer, Joachim Kaiser, Rosemarie und Paul Köpfer, Manfred Leber und Martin Thoma. Das Ehrenzeichen in Bronze erhielten Martina und Friedrich Wernet aus Mainz für ihr langjähriges Engagement als Hüttenwirte.
Einstimmig sprach sich zudem die Versammlung für die Ernennung von Walter Baur zum Ehremitglied aus. Er ist seit 1971 Mitglied im Verein und immer für die vereinseigene Rot-Kreuz-Hütte engagiert. Er war, so erinnerte Franz Kaiser, der Hauptorganisator beim Hüttenbau und durch seinen Beruf als Maurer auch einer der wichtigsten Helfer beim Bau. Derzeit ist er als Hüttenwart aktiv, bereits seit 1978 war er stellvertretender Hüttenwart. Von 1977 bis 1980 engagierte er sich zudem als Hüttenwirt.
Ebenfalls einstimmig wurde auch Joachim Kaiser die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen. Er ist ebenfalls seit 1978 Mitglied im Verein, seit 1983 Chronist, und kümmert sich um die Mitgliederverwaltung. „Beide Ehrenmitgliedschaften sind seit Jahren überfällig“, betonte Franz Kaiser nach der Abstimmung, bevor er selbst mit einer Ehrung überrascht wurde.
Sein Stellvertreter Peter Schlachter ergriff das Wort, um Kaiser für seinen Einsatz zu danken: „Wir fragen uns immer wieder, wie Du das eigentlich alles machst.“ Seit 1989 sei Kaiser im Verein, habe bis 1993 die Öffentlichkeitsarbeit übernommen und sei nun seit 25 Jahren Vorsitzender, sagte Schlachter und stellte den Antrag, Kaiser ebenfalls zum Ehrenmitglied zu ernennen. Die Versammlung sprach sich einstimmig dafür aus.
„Das stand jetzt gar nicht auf meiner Liste“, sagte der sichtlich überraschte und gerührte Vorsitzende, der anlässlich der Ehrung ein großes, gerahmtes schwarz-weiß Foto von Bernau überreicht bekam, auf dem sein Elternhaus zu sehen ist, sowie eine bunte Sparsau, zu deren weiterer Fütterung Peter Schlachter die Anwesenden ausdrücklich ermunterte.
„25 Jahre hält man das nur aus, wenn man eine tolle Vorstandschaft hat“, gab Franz Kaiser das Lob an seine Vorstandskollegen zurück, sie seien in all den Jahren immer ein tolles Team gewesen.
BZ vom 23.03.2018
120 Jahre alt und kein bisschen müde
Schwarzwaldverein Bernau geht aktiv ins Jubiläumsjahr / Verbindung zwischen Natur und Kunst wird vertieft.
Mit einer unangekündigten Ernennung zum Ehrenmitglied für den Vorsitzenden Franz Kaiser und Stellungnahmen des Vorstandes zum Projekt Panoramahütte (wir haben berichtet) bot die Hauptversammlung des Schwarzwaldvereines Bernau einige Überraschungen. Auch weitere Mitglieder wurden geehrt. Ebenso stand das 120-jährige Bestehen der Ortsgruppe Bernau auf der Tagesordnung.
Besonders beschäftigt hatte den Verein im vergangenen Jahr die Beschilderung des neuen Albsteigs, wie Franz Kaiser in seinem Rechenschaftsbericht betonte. Auch Wegewart Heinz Schemel konnte von den Arbeiten unter großem Zeitdruck berichten: 15 Kilometer führt der Albsteig über Bernauer Gemarkung, 150 Rauten sowie 40 Richtungspfeile und 75 große Wegschilder galt es zu montieren. Eine beziehungsweise zwei Wochen vor der Einweihung des inzwischen als Premiumwanderweg zertfizierten Albsteigs waren die Schilder erst eingetroffen. Schemel dankte noch einmal ausdrücklich den Helfern, mit denen er die Arbeiten innerhalb von vier Tagen schaffte. Die Bernauer Ortsgruppe war auch bei der Einweihung des Albsteigs in Albbruck zugegen und hat an der Sternwanderung zum Albsteigtag in St. Blasien teilgenommen. Ebenfalls auf dem Plan stand im vergangenen Jahr die Renovierung des Pavillons im Ortsteil Innerlehen, er bekam ein neues Dach. Auch die Natur- und Landschaftspflege nahm mit 45 Arbeitsstunden sowei dem Kampf gegen das Springkraut wieder eine wichtigen Platz ein. 14 Wanderführerinnen und -führer waren 2017 im Einsatz, Paul Köpfer hat die Führung der Seniorenwanderungen übernommen, nachdem sich Kurt Köpfer aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. Gesucht werden, so informierte Franz Kaiser, noch Mitglieder, die sich in der Jugend- und Familienarbeit engagieren möchten.
Kassenwart Dieter Götz konnte eine guten Überschuss vermelden, wozu die Kassenprüfer anmerkten, dass auffällig viele Suppenbelege bei den Einnahmen zu finden waren. Der Ausschank von Suppe auf der vereinseigenen Rot-Kreuz-Hütte komme offenbar an.
Mehr Teilnahmen und mehr gewanderte Kilometer verzeichnete Wanderwart Peter Bauer für 2017. Es gab 63 geplante und 13 ungeplante Wanderungen, nur vier davon konnten nicht stattfinden. Durchschnittlich wanderten pro Tour acht Personen mit.
Die Verbindung von Natur und Kunst wurde und wird weiter gepflegt: außer sieben Museumswanderungen in Zusammenarbeit mit dem Museumsförderverein gab es 2017 auch eine Tour auf Hans Thomas Spuren zusammen mit der Heimat- und Wanderakademie. Am Mittwoch, 28. März, geht es zu den „Dachsberg-Malern“ (siehe Meldung rechts).
Im laufenden Jahr sollen anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Vereins 12 x 10 Jubiläumswanderungen durch Bernau stattfinden, sie haben im Januar begonnen. Am 1. Juli findet wieder das Waldfest statt. Dort werden auch diejenigen geehrt, die bei der Hauptversammlung nicht anwesend sein konnten. Über die Ehrungen werden wir noch berichten.










